Die Staats- und Regierungschefs der EU, die am 21. Juni 2007 zu einem Treffen zusammen gekommen sind, haben anerkannt, dass Zypern und Malta alle Konvergenzkriterien und rechtlichen Bedingungen erfüllen, um den Euro als Währung anzunehmen. Sie luden die beiden Länder ein, ab dem 1. Januar 2008 der Währungszone beizutreten. Bei ihrem Treffen am 10. Juli 2007 werden die EU-Finanzminister die Wechselkurse für das Zypern-Pfund und die Maltesische Lira festlegen.
Der Beitritt Zypern und Maltas zur Eurozone wurde am 16. Mai 2007 von der Kommission vorgeschlagen, nachdem die Konvergenzberichte der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Kommission gezeigt hatten, dass die beiden Länder nun hinsichtlich Budgetdefizit, Währungsstabilität und Zinssatzkonvergenz die notwendigen Bedingungen erfüllten, um der Eurozone beitreten zu können.
Der Kommissar für Währung Joaquín Almunia begrüßte die Entscheidung der Staats- und Regierungschefs der EU. Er sagte, dank der Wirtschafts- und Währungsunion habe die Eurozone nun zehn Jahre von Preisstabilität und niedrigen Zinssätzen profitiert. Nach Slowenien, das im Januar 2007 den Euro eingeführt hatte, sei es nun an Zypern und Malta, den Euro im Jahr 2008 zu übernehmen, und in den Genuss der Vorteile gleicher makroökonomischer Stabilität und des Schutzes, den die gemeinsame Währung mit sich bringe, zu kommen. Es sei wichtig, dass sie die kommenden sechs Monate richtig nutzten, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, so Almunia weiter.
Zwischenzeitlich wurde der EU-Gipfel am 21. Juni 2007 inmitten intensiver diplomatischer Bemühungen, Polen von einem Kompromiss zum Abstimmungssystem im Rat zu überzeugen, eröffnet. Einer der Vorschläge, der von der französischen Delegation vorgelegt wurde, basiert auf dem so genannten Kompromiss von Ioannina, wohingegen die Tschechische Republik eine leichte Veränderung der doppelten Mehrheit als Abstimmungsmodus vorgeschlagen hat. Letzterer Vorschlag beabsichtigt, zumindest die 55% für Mitgliedstaaten beizubehalten, dass diese 55% jedoch nur noch 62% der EU-Bevölkerung anstelle der bisherigen 65% repräsentieren müssten.



