Nach dem von der Kommission am 2. Oktober 2006 veröffentlichten Vierteljahresbericht, konnte sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im ersten Halbjahr 2006 auf eine Jahresrate von 3, 4% steigern. So schnell wuchs das BIP im Eurogebiet seit sechs Jahren nicht mehr.
Trotz hoher Ölpreise und eines leicht verlangsamtem globalen Wachstums konnte sich die Wirtschaft in der Eurozone vor allem durch die gestiegene Binnennachfrage, größere Investitionen, einem hohen Grad an Verbrauchervertrauen und der positiven Arbeitsplatzentwicklung rasant steigern.
In der Tat war die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten fünf Jahren mit der Schaffung von fünf Millionen Arbeitsplätzen bemerkenswert. Die Anzahl der Beschäftigten stieg im ersten Halbjahr 2006 mit einer Jahresrate von 1, 5% - der höchste Anstieg seit 2000 – was zur weiteren Verringerung der Arbeitslosenquote beigetragen hat. Im Juli 2006 belief sich die Arbeitslosenquote auf 7,8% aller Arbeitnehmer – ein ganzer Prozentpunkt unter dem Höchststand von 2004.
Dennoch betont der Bericht auch, dass mehr getan werden könnte, da die strukturelle Arbeitslosigkeit unverändert hoch bleibe und die Beschäftigungsraten immer noch hinter den Lissabonzielen zurückblieben.
Im Hinblick auf 2007 geht der Bericht von einem geringen Rückgang des Wachstums aus. Grund hierfür sind die erwartete Zinserhöhung, die angekündigte Mehrwertssteuererhöhung in Deutschland, die lahmende US-Wirtschaft und die Auswirkungen des Rückgangs im Welthandel auf die Wirtschaft. Dennoch sollte – so der Bericht - die stabile Wachstumsbasis der Eurozone, unterstützt von der steigenden Binnennachfrage, ausreichen, um den negativen Wirtschaftsentwicklungen entgegenwirken zu können.



