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EZB-Chef: Rückzug der Zinssatzerhöhung [DE]

Veröffentlicht 28. August 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet sagte, die Bank sei nicht grundsätzlich verpflichtet, die Zinssätze zu erhöhen. Damit weckte er Spekulationen, wonach eine für September 2007 erwartete Zinssatzerhöhung nicht stattfinden könnte.

Während eines Wirtschaftskongresses in Budapest am 27. August 2007 sagte der EZB-Präsident, dass das Direktorium bei einem Treffen am 6. September 2007 die Notwendigkeit, den Zinssatz anzuheben, neu überprüfen werde, um die Inflation einzudämmen.

Ein Status quo würde eine Änderung in der Politik der EZB der letzten 18 Monate bedeuten, nachdem sie im Juni 2007 die Zinssätze mit 4% auf den Höchststand seit fünf Jahren angehoben hatte. Dies folgte auf acht aufeinanderfolgende Anhebungen, welche darauf abzielten, die Inflation in Zeiten des gesunden Wirtschaftswachstums in ganz Europa abzuwehren.

Aber die jüngste Subprime-Krise am US-Hypothekenmarkt, welche die ECB zwang, mehr als 200 Milliarden Euro in die europäischen Geldmärkte einzuspeisen (EurActiv vom 22. August 2007), könnte die Bank auch dazu führen, die geplante Anhebung auf 4,25% im September 2007 neu zu überdenken.

Er habe seine Äußerungen vom 2. August 2007 vor den Turbulenzen auf dem Markt gemacht, so Trichet in Bezug auf die Kommentare, die er über die Notwendigkeit abgegeben hatte, die Preisentwicklung mit „großer Wachsamkeit zu verfolgen“.

Ob er mit der Anhebung fortfahren wird oder nicht, wird davon abhängen, ob er die Märkte beruhigen und eine Rückgang des Wirtschaftswachstums verhindern kann - etwas, dem er weiterhin positiv entgegensieht. Er wies auf die „gegenwärtig günstige Wachstumsentwicklung“ in Europa hin.

Als Reaktion auf die Krise riet der europäische Hypothekensektor der Kommission, wenn sie im Laufe des Jahres 2007 ein Weißbuch über Hypotheken annehme, keine Hypothekensysteme für das Wohnungswesen  zu unterstützen, die denen der USA ähnlich seien. Man sehe das Konzept des Verbraucherschutzes als Möglichkeit, die Bürger vor diesen Kreditpraktiken zu schützen und die Ausbreitung dieser Formen der Hausfinanzierung in Europa nicht zu unterstützen, sagte Andreas J. Zehnder, der Geschäftsführer des europäischen Bauspar- und Baukreditverbands (FEECL).

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