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G20 bewegt sich auf Regulierung von Hedge-Fonds zu [DE]

Veröffentlicht 02. April 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Staats- und Regierungschefs der Welt werden, einem Beschlussentwurf zufolge, zum ersten Mal der Regulierung von Hedge-Fonds zustimmen und ein neues Aufsichtsgremium zur Überwachung der globalen Finanzmärkte einrichten.

Der Entwurf, den Reuters von Delegationsbeamten auf dem G20-Gipfel erhalten hat besagt, dass die Politiker sich zu einer wirtschaftspolitischen Kooperation zur Wiederherstellung des globalen Wachstums verpflichten würden und von der konkurrierenden Abwertung ihrer Währungen Abstand nehmen müssten. 

Die Staats- und Regierungschefs der größten Industriestaaten und Schwellenländer sind heute (2. April 2009) zu einem Gipfel in London zusammengetroffen, um dem Plan zur Wiederbelebung und Stabilisierung des Finanzsystems den letzten Schliff zu geben. 

Im Entwurf fehlte allerdings die verschärften Maßnahmen Frankreichs und Deutschlands die sie im Bezug auf Steuerparadiese verstärkt gefordert hatten.  Der Entwurf forderte eine stärkere Rolle des Internationalen Währungsfonds, in dem diesem mehr Verantwortung für die Übersicht der Weltwirtschaft gegeben werden soll, um sicherzustellen, dass ähnliche Krisen in der Zukunft nicht mehr ausbrechen werden.

Neue Ressourcen würden zur Verfügung gestellt werden, um die „Schatztruhe“ des IWF zu aufzufüllen und seine währungsähnlichen Sonderziehungsrechte würden erweitert werden. 

Jedoch wurden in den Entwurf keine konkreten Zahlen erwähnt. Die Skizze einer neuen globalen Finanzstruktur waren vorhanden; Ein neues Gremium zur Finanzstabilität, das das Forum für Finanzstabilität (Financial Stability Forum) ersetzen soll und mit dem IWF zusammenarbeiten wird, um die Weltwirtschaft und das Finanzsystem zu überwachen.

Der Chef des IWF, Dominique Strauss Kahn sagte in einem Interview, dass die Erfahrung des IWF durch 122 Bankenkrisen erwähnte, dass man sich nie erhole, bevor der Bankensektor nicht aufgeräumt sei. 

Er sagte, dass die USA Recht habe auf ihren Konjunkturprogrammen zu bestehen und die EU Recht habe auf Regulierung zu bestehen, jedoch unternehme keiner der beiden genug die Banken zu retten und bezog sich dabei auf den Plan des US-Finanzministers Tim Geithner zu faulen Krediten. Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück schloss gestern (1. April 2009) jegliche Beschlüsse für den Bankensektor aus, da dies den Steuerzahler 200 Milliarden Euro kosten werde und politisch nicht akzeptabel sei. 

Der Beschlussentwurf enthielt fünf Zusagen: Wachstum und Beschäftigung wieder herzustellen, die Banken und die Kreditvergabe in Stand zu setzen, die globalen Finanzinstitutionen zu stärken mit der gegenwärtigen Krise umgehen zu können und zukünftige zu vermeiden, den globalen Handel anzukurbeln und eine nachhaltige Erholung aufzubauen. 

Indem man gemeinsam daran arbeite, diese Zusagen zu erfüllen, werde man die Weltwirtschaft aus der Rezession zu holen und das Wiederkehren einer Krise in der Zukunft vermeiden, so der Entwurf. 

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