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12. Oktober 2008
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G7-Minister skeptisch hinsichtlich Weltwirtschaftsausblick [DE][en][fr

Erschienen: Montag 11. Februar 2008   

Die Finanzminister der Gruppe der Sieben haben zugesichert, alle ‚weiteren notwendigen Maßnahmen’ zu ergreifen, um die Stabilität der Finanzmärkte weltweit zu verbessern. Sie stellten auch fest, dass die Subprime-Krise am US-Hypothekenmarkt weiterhin ihre Auswirkungen zeigen werde.

Laut des italienischen Wirtschaftsministers Tommaso Padoa-Schioppa habe über dem Treffen der Finanzminister aus den Vereinigten Staaten, Japan, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien und Kanada vom 9. Februar 2008 ein Schleier von Pessimismus und Sorgen gehangen.

Die sieben Nationen versprachen koordinierte Maßnahmen, um auf die Bedrohung einer weiteren Verschlechterung des US-amerikanischen Immobilienmarkts, auf strengere Kreditbedingungen, die aus den andauernden Schwierigkeiten an den Finanzmärkten resultieren, auf hohe Öl- und Rohstoffpreise und auf vermehrte Inflationserwartungen in einigen Ländern zu reagieren. Dennoch wurden während des Treffens in Tokio keine konkreten Maßnahmen genannt. Die Minister sagten, jede Nation werde über ihre eigene Politik bestimmen.

US-Finanzminister Henry Paulson sagte, jedes Land sei anders und in jedem Land sei die wirtschaftliche Situation unterschiedlich. Er beteuerte sein Vertrauen, dass es der US-amerikanischen Wirtschaft gelingen werde, eine Rezession zu verhindern. Paulson glaube, dass das Wachstum weiter anhalten werde. Nichtsdestotrotz erkennt die G7-Erklärung an, dass die Risiken für das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten nachteilig gewachsen seien. Die Minister deuteten an, dass sich die finanzielle Instabilität künftig verstärken könne.

Paulson räumte ein, man erwarte weitere Schwankungen, da Risiken neu ausgezeichnet würden.

Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück warnte weiterhin, dass die Verluste der Banken, zu denen es infolge der Subprime-Krise am US-Hypothekenmarkt gekommen war, 400 Milliarden US-Dollar erreichen könnten – was die bisherige Ankündigung der Banken von 120 Milliarden US-Dollar deutlich übersteigen würde. Dies erschwert es zusätzlich, das normale Funktionieren der kurzfristigen Geldmärkte weiterhin aufrecht zu erhalten.

Ein Bericht des Forums für Finanzmarktstabilität (FSF) – ein Organ, das vor zehn Jahren geschaffen wurde, um die Folgen der Finanzkrise in Asien in den Griff zu bekommen – verstärkte die trüben Aussichten: Die Welt werde auch weiterhin für Finanzkrisen anfällig sein, selbst wenn die ergriffenen Maßnahmen dafür sorgten, dass Finanzinstitute mit größerer Transparenz handelten. Laut des FSF müsse man akzeptieren, dass es schwierig sei, Vorsagen zu treffen und Finanzkrisen zu verhindern.

Trotz einer zunehmend getrübten Stimmung betonte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet, dass die Fundamente der europäischen Wirtschaft weiterhin stabil seien. Eine Senkung der Zinssätze, die einige Länder wie Frankreich forderten, um einen wirtschaftlichen Abschwung abzuwenden, sei unnötig.

Unterdessen haben die G7-Staaten China erneut dazu aufgerufen, die Bewertung des chinesischen Yuan zu korrigieren. Die G7-Minister sind der Meinung, der Yuan werde unterschätzt und verleihe chinesischen Exporteuren einen unfairen Vorteil.

In der Erklärung heißt es weiter, die Wechselkurse sollten die wirtschaftlichen Grundlagen reflektieren. Um eine einhellige Position zu wahren, wird die derzeitige Schwäche des US-Dollars jedoch nicht erwähnt. In Europa nehmen jedoch die Sorgen um den steigenden Euro zu. Der Kommissar für Wirtschaft und Währung Joaquín Almunia sagte, der Euro habe einen Stand erreicht, den man als über dem Gleichgewicht liegend bezeichnen könne.

Die Minister der G7 forderten ebenfalls die ölfördernden Staaten auf, ihre Produktion zu steigern, um hohe Rohölpreise in den Griff zu bekommen. Sie fügten hinzu, dass das FSF im April 2008 einen Bericht über die Ursachen der Finanzkrise vorlegen werde. Dieser werde Abhilfe- und Vorsorgemaßnahmen enthalten. Die Minister versprachen, sie würden zügig auf diese Empfehlungen reagieren.

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