G7-Treffen
Die Finanzminister und Vorsitzenden der Zentralbanken der Gruppe der Sieben (G7) – Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich, Kanada und die USA – werden sich am Samstag (9. Februar 2008) in Tokio treffen. Sie werden das Weltfinanzsystem diskutieren, da die Weltmärkte zunehmend unsicher werden.
Ein verbessertes Risikomanagement, eine zügige Offenlegung von Verlusten der Banken und die Transparenz von Staatsfonds werden zu den Themen zählen.
Die USA im Chaos?
Zu einer sich zunehmend andeutenden Rezession in den USA bleibt der Dollar weiterhin schwach. Investoren verkaufen mehr und mehr, da die Sorge über den Wert ihrer US-Dollar-basierten Anlagen zunimmt.
Warren Buffett, amerikanischer Investor und zweitreichster Mann der Welt, sagt, er schätze, dass der US-Dollar in Zukunft fallen werde. Buffett, wie viele Ökonomen, ist besorgt über die Höhe des US-Handelsdefizits, das 2006 fast 800 Milliarden US-Dollar betragen hat.
Zinssätze in der Eurozone
Die EZB steht zunehmend unter Druck, ihre Zinssätze zu senken, um die EU vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung und Schwierigkeiten der EU-Wirtschaft zu schützen.
Äußerungen von Trichet nach einem Treffen der EZB am 6. Februar 2008 nähren Spekulationen darüber, die Bank könne ihre Strategie überdenken. Einige Beobachter erwarten Zinssenkungen im April.
Laut dem Wall Street Journal sagte Trichet, die wirtschaftliche Abschwächung einiger der wichtigsten Handelspartner der Eurozone werde vermutlich Auswirkungen auf das Wachstum im kommenden Jahr haben.
Société Générale ‚unentschuldbar’
EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy sagte in einer Rede am 6. Februar 2008 in London, er schätze, dass die EU trotz der Situation auf den Finanzmärkten ‚stabil’ bleiben werde.
McCreevy bedauerte den ‚nachlässigen und unangemessenen’ Risikomanagementstandard und die Politik der Offenlegung ‚tausender’ von Finanzunternehmen. Er nannte als Beispiel die französische Société Générale. McCreevy beschuldigte sie eines ‚unentschuldbaren’ Verhaltens und ‚höchster Fahrlässigkeit’ im Hinblick auf die Offenlegung der Aktivitäten des Händlers Jerome Kerviel.



