Am 7. Februar 2007 jährt sich die Unterzeichnung des Vertrages von Maastricht zum fünfzehnten Mal.
Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Financial Times (Euractiv 29. Januar 2007) ergab, dass auch acht Jahre nach der Einführung weiterhin Zweifel am Euro bestehen. Erst kürzlich kritisierten die beiden führenden französischen Präsidentschaftskandidaten, Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal, die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) als wachstumshemmend und exportschädigend.
Die wichtigsten Punkte der Kritik sind:
- Die Unabhängigkeit der EZB;
- Der fehlende Rechtsstatus der Eurogruppe, deren Vorsitz der luxemburgische Premierminister Jean-Claude-Juncket innehat;
- Der Stabilitäts- und Wachstumspakt, der laut Kritiker zu stark auf Stabilität und zu wenig auf Wachstum ausgerichtet ist, vor allem im Vergleich zu der Politik der US-amerikanischen Zentralbank.
Die Stadt Maastricht wird am 7. Februar 2007 eine Konferenz organisieren zu deren Teilnehmern unter anderem der niederländische Außenminister Ben Bot, der Präsident des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering, der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker und der Präsident des Europarats René van der Linden gehören. Die Diskussion wird sich vor allem mit der europäischen Wirtschaft und dem Euro befassen sowie mit dem Verhältnis der EU zu ihren Bürgern und der Zukunft der EU.



