Innerhalb der Eurozone sank die Defizitquote von 2,8 % des BIP in 2004 auf 2,4 % im vergangenen Jahr. Im selben Zeitraum stieg allerdings der Schuldenstand, von 69,8 % des BIP 2004 auf 70,8 % 2005. Im Vergleich hierzu sank die Defizitquote in der gesamten Union von 2,6 % auf 2,3 %, während der Schuldendstand der Staaten von 62,4 % auf 63,4 % zugenommen hat.
Die Länder mit den höchsten Defizitquoten sind: Ungarn (6,1% des BIP - 5,4 % in 2004), Portugal (6,0 % – 3,2 % in 2004), Griechenland (4,5 % - 6,9 % in 2004), Italien (4,1 % - 3,4 %in 2004), Großbritannien (3,6 % – 3,3 % in 2004), Deutschland (3,3 % – 3,7 % in 2004) und Malta (3,3% – 5,1 % in 2004). Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Litauen, Spanien und Schweden konnten 2005 einen Budgetüberschuss verzeichnen.
Laut des Stabilitäts- und Wachstumspaktes darf die Defizitquote die 3 % - Marke nicht überschreiten. Auf Grund der Verletzung dieses Kriterium müssen gegen 12 Staaten Verfahren eingeleitet werden.
Für 2005 sieht die Verschuldung folgendermaßen aus: Griechenland (107,5 % des BIP), Italien (106,4 %), Belgien (93,3 %), Malta (74,7%), Zypern (70,3 %), Deutschland (67,7 %), Frankreich (66,8 %), Portugal 63,9%) und Österreich (62,9 %).
Die Ausgaben in der Eurozone lagen 2005 im Durchschnitt bei 47,5 %, während die Regierungen ein Einkommen von 45,1 % verzeichnen konnten.



