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Principal, Border Management Staff College (P5)
Stagiaire / Trainee - for the leading EU policy media
Junior Scientific and Technical Advisor
Assistant Communications & Public Affairs Departments
Stellenangebot registrierenDie EU-Finanzminister haben sich auf einen Plan geeinigt, mit dem die Finanzregelungen der Union überarbeitet und die Handhabung grenzüberschreitender Bankenkrisen verbessert werden sollen. Dies soll eine Wiederholung der Finanzkrise des letzten Sommer vermeiden, die durch eine Krise am US-Markt für Hypotheken an Kreditnehmer mit schlechter Bonität (Subprime-Krise) verursacht worden war.
In Folge der Subprime-Krise am US-amerikanischen Hypothekenmarkt Anfang August 2007, waren weltweit die Finanzmärkte in Turbulenzen geraten. Dies hatte die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die US-Notenbank Federal Reserve dazu gezwungen, die Märkte mit massiven Finanzspritzen zu unterstützen, um die Systeme vor dem Zusammenbruch zu bewahren und eine mögliche Liquiditätskrise abzuwenden.
Seit Beginn der Krise sind die Banken zunehmend vorsichtig darin sich gegenseitig Geld zu leihen, da sie befürchten, ihre Partner könnten mit uneinbringlichen Schulden überlastet sein.
Tatsächlich hat eine Reihe von Finanzinstituten festgestellt, dass sie ein höheres Risiko eingegangen waren, als sie erwartet hatten: Wohnbaudarlehen von geringer Qualität waren mithilfe komplexer Finanzinstrumente als gute, risikoreiche und gewinnbringende Finanzmöglichkeiten aufbereitet worden.
Northern Rock, der fünftgrößte Hypothekengeber des Vereinigten Königreichs, musste durch die Bank of England aus der Klemme geholfen werden, als seine Kunden begonnen hatten, in enormem Umfang von Bareinzahlungen Abstand zu nehmen. Dies hatte zu Befürchtungen einer großen grenzüberschreitenden Krise des innerhalb Europas zunehmend integrierten Banksektors geführt.
Während die Turbulenzen bisher beschränkte Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft hatten, wird erwartet, dass der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die Vereinigten Staaten im kommenden Jahr um fast einen Prozentpunkt senken wird. Weiterhin befürchten Ökonomen, dass es im kommenden Jahr zu einem Dominoeffekt und damit auch zu einem Rückgang in Europa kommen könnte.
Während ihres Treffens am 9. Oktober 2007 in Luxemburg haben sich die EU-Finanzminister auf einen 15-monatigen Fahrplan geeinigt. Dieser soll untersuchen, ob die Finanzregelungen verändert werden müssen, um die Art und Weise, wie grenzüberschreitende Bankenkrisen in Zukunft gehandhabt werden, zu verbessern, und um eine Wiederholung der Marktturbulenzen des vergangenen Sommers zu vermeiden.
Der Plan konzentriert sich auf vier Aspekte:
Die EU-Minister forderten weiterhin einen gemeinsamen Rahmen, um zu bestimmen, ob eine Bankenkrise als eine ‚ernsthafte Störung der Wirtschaft’ verstanden werden sollte. Sie halten in diesem Zusammenhang die Kommission an, Überprüfungen zügig durchzuführen und zu erörtern, ob eine Entschuldung durch Regierungen eine illegale staatliche Beihilfe darstellt, um breitere Auswirkungen zu begrenzen.
Der portugiesische Finanzminister, Fernando Teixeira Dos Santos, sagte, es sei noch immer schwierig, zu erkennen, wie weitreichend die Auswirkungen der US-Subprime-krise seien würden. Dies hänge davon ab, wie lang die derzeitigen Umstände andauern werden. Je länger sie andauerten, desto mehr Schwierigkeiten gebe es.
Der EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Charlie McCreevy, betonte, dass die jüngsten Marktturbulenzen eindeutig gezeigt hätten, dass eine Sicherstellung der Zusammenarbeit und der Koordinierung zwischen den Überwachungsbehörden notwendig sei.
Der EU-Kommissar für Währung, Joaquín Almunia, sagte, er hoffe, es werde gelingen, das Vertrauen zu stärken, da Vertrauen besonders notwendig sei, um die Markterholung fortzuführen und um einen Übertragung der Turbulenzen auf die Realwirtschaft zu vermeiden.
Die französische Finanzministerin, Christine Lagarde, machte den Mangel an Transparenz und eine schlechte oder gar verzerrte Risikobewertung durch Kreditagenturen für die Krise verantwortlich. Sie empfiehl, dass Europa die Rating-Agenturen selbst überprüfen müsse, da diese derzeit nur unter Aufsicht der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission – SEC) stünden.
In einem Brief an die Financial Times schrieb Lagarde, dass die Bewertung der Risiken von komplexen Vermögenswerten anspruchsvoll geworden sei und die Verantwortungen, dies zu erledigen, fragmentiert. Man sollte eine Situation vermeiden, durch die Anreize widersprüchliche Konsequenzen hätten und durch die Marktteilnehmer nicht immer verantwortlich gemacht werden könnten.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, sagte, dass die geringe Anzahl internationaler Rating-Agenturen ein Problem für die weltweiten Finanzmärkte darstelle. Er fügte hinzu, eine Bewertung der Rolle, welche die Rating-Agenturen spielen, müsste durchgeführt werden.