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2. Dezember 2008
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Europäischer Zahlungsraum: Wirtschaft soll Bemühungen verdoppeln [DE][en][fr

Erschienen: Mittwoch 23. Januar 2008   

Die EU-Finanzminister forderten am 22. Januar 2008 die Wirtschaft auf, ihre Bemühungen zu verstärken, um den einheitlichen europäischen Zahlungsraum zu vollenden. Der Startschuss für diesen soll kommende Woche fallen. Es müssen jedoch noch Hindernisse, die der vollständigen Umsetzung im Weg stehen, beseitigt werden.

In seiner Entschließung vom 22. Januar 2008 hat der Rat die Industrie aufgefordert, ihre Bemühungen zu verdoppeln, um den einheitlichen europäischen Zahlungsraum (Single Euro Payments Area; SEPA) zu vollenden. Er soll EU-weite Zahlungen so billig und einfach wie auf nationaler Ebene machen.

Laut dem Kommissar für den Binnenmarkt, Charlie McCreevy, könnten sich die geschätzten Gewinne auf bis zu 123 Milliarden Euro für Zahlungen und weiteren 238 Milliarden Euro belaufen, wenn SEPA auch für elektronische Rechnungsstellungen genutzt würde. McCreevy warnte jedoch, dass es ein komplexes und herausforderndes Projekt sei, das nun in eine kritische Phase gehe.

Die Finanzminister haben die Industrie ermutigt, attraktive SEPA-Zahlungsprodukte zu entwickeln, und diese in effektiver Form auf den Markt zu bringen, sodass es für Verbraucher so einfach wie möglich sein wird, sich auf neue Zahlungsprodukte einzulassen.

Das SEPA-System soll ab 28. Januar 2008 in Kraft treten und 2010 vollendet sein.

Visa Europa, einer der größten Zahlungsdienstanbieter in der EU, sagt, seine Systeme stünden bereits in Einklang mit den neuen Bestimmungen. Das Unternehmen erklärt jedoch, dass die restlichen Unsicherheiten hinsichtlich Austauschgebühren das SEPA-Projekt untergraben könnten. In ihrer Entscheidung über MasterCard von Dezember 2007 hat die Kommission eine Reihe von Kriterien für Austauschgebühren bestimmt. Einige Beobachter sind jedoch der Meinung, diese seien nicht ausreichend, um für die nötige Rechtssicherheit zu sorgen.

Peter Ayliffe, Vorstandsvorsitzender von Visa Europa, sagte, dass die Gespräche mit der Kommission am Laufen seien. Er warnte jedoch, dass ein Risiko bestehe, je länger diese andauerten. Nichtsdestotrotz zeigte sich Ayliffe optimistisch über die Fähigkeit Visas, den Bestimmungen der Kommission gerecht zu werden; er werde mit der Kommission zusammenarbeiten. 

Jedoch müssen auch die öffentlichen Behörden eine entscheidende Rolle übernehmen, um die vollständige Umstellung auf SEPA-Zahlungen zu erreichen. McCreevy sagte am 22. Januar 2008, die Behörden – als starke Nutzer von Zahlungsinstrumente – könnten einen großen Beitrag leisten, um die anfängliche Umstellung auf die neuen SEPA-Zahlungsprodukte zu erleichtern.

Alle 27 Mitgliedstaaten sollen bis November 2008 die Richtlinie über Zahlungsdienste umsetzen, die die Rechtsgrundlage für SEPA bildet.

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