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Eurozone steht vor demografischen Herausforderungen [DE]

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Veröffentlicht 04. Mai 2007, aktualisiert 29. Januar 2010

Das Wachstum in der Eurozone sei das stärkste seit Jahren, aber die Regierungen müssten diese Entwicklung zur Konsolidierung der Finanzen und für Strukturreformen nutzen. Nur so könne man sich auf eine stetig alternde Bevölkerung vorbereiten, warnt die Kommission in ihrer jährlichen Stellungnahme zum Euroraum.

Das Wachstum in der Eurozone hat im vergangenen Jahr 2,7% erreicht und ist damit nicht nur das stärkste seit 2000, sondern liegt auch weit über dem langfristigen Durchschnitt der Union. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosigkeit auf 7,5%, der niedrigste Stand seit 15 Jahren. Zwei Millionen neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

In der zweiten jährlichen Stellungnahme der Europäischen Kommission zum Euroraum, die am 3. Mai 2007 veröffentlicht wurde, heißt es: „Die glänzende wirtschaftliche Leistung des Eurogebiets ist natürlich eine Folge des derzeitigen Konjunkturaufschwungs, zeigt aber auch, dass die stabilitätsorientierte Wirtschaftspolitik und die Bemühungen der Mitgliedstaaten um strukturelle Reformen Ergebnisse zeigen.“

Der Bericht fordert die 13 Länder der Eurozone auf, das Beste aus diesem stabilen Wachstum zu machen und die Reduzierung der öffentlichen Defizite und Schulden fortzusetzen, sogar stärker als es vom Stabilitätspakt gefordert werde. Sie sollten strukturelle Reformen durchführen, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt, bei den Renten und Gesundheitssystemen.

Der Europäische Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Joaquín Almunia, sagte, die Politiker müssten das „Eisen schmieden, solange es heiß ist“.

Europa muss vor allem Wege finden, sein Wachstumspotential in Hinsicht auf die alternde Bevölkerung zu stärken. In den nächsten fünfzig Jahren werden lediglich zwei Personen im arbeitsfähigen Alter auf jeden Rentner kommen. Das bedeutet laut derzeitigen Prognosen, dass das Wachstum 2031 bis 2050 durchschnittlich nur 1% betragen würde.

Eine Anpassung der Steuersysteme sowie direkte staatliche Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung könnten zu mehr Produktivität und größerem Wachstumspotential führen, stellt der Bericht fest.

Der Bericht fordert die Euroländer auch dazu auf, in internationalen Angelegenheiten die Führung zu übernehmen, besonders bezüglich der zunehmend ungleichen Leistungsbilanzen weltweit. Dieses Problem könnte in den Augen der Experten möglicherweise zu einer Krise auf den Finanzmärkten führen und damit eine globale Rezession sowie Störungen im Welthandelssystem hervorrufen.

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