Man sei nicht gegen Regulierung, aber diese sollte fair sein, so Echarri, der sich über einen Gesetzesentwurf der EU über alternative Investmentfonds beschwerte, der die Risikokapitalfirmen in einer unverhältnismäßigen Weise im Vergleich zu anderen Finanzsektoren belaste und somit weiter den Kreditmarkt beschädige, zu einer Zeit in der europäische Firmen verzweifelt nach Kapital suchen würden.
Es benachteilige Unternehmen nur, weil sie privatkapital- und risikokapitalgestützte Unternehmen seien, insbesondere im Bereich der Offenlegung der Finanzen. Es benachteilige Privatkapitalinvestoren gegenüber Staatsfonds oder gegen Richard Branson (der englische Milliardär, der durch die Marke "Virgin" berühmt wurde), wenn dieser Unternehmen oder Familiengeschäfte aufkaufe, so Echarri weiter.
Im Anbetracht starker Kritik über Private Equity Firmen von den Europäischen Sozialdemokraten und eine lauwarme Verteidigung durch die Konservativen im Europäischen Parlament, versicherte Echarri erneut, dass Privatkapitalfirmen grundlegend gute Unternehmen seien und nicht für die derzeitige Finanzkrise verantwortlich seien.
Trotz der Kritik vieler, dass die Richtlinie im großen Rahmen Hedgefonds und Private Equity Unternehmen von zu strenger Regulierung ausschließe (EurActiv vom 30. April 2009), glaubt Echarri, dass die Gesetzesentwürfe zu weit gehen würden, indem sie unverhältnismäßige Klauseln enthielten, wie zum Beispiel Grenzen für Abführung oder künstliche und ineffektive Obergrenzen für Ausnahmeregelungen für das neue Rechtsregime.
Er glaubt, dass etwa 70 Prozent der Branche mit der neuen schweren Bestimmung zu kämpfen hätten. Kleine Untennehmen würden ebenfalls belastet, sagte er, da es die gleiche Reihe an Beschränkungen für kleine wie für große Unternehmen gebe.
EVCA hat angekündigt hart in Brüssel zu kämpfen, damit der Gesetzesentwurf noch geändert wird, bevor er vom Parlament und den Mitgliedsstaaten abgesegnet wird.
Trotzdem, im Gegensatz zu einigen Hedge Fonds, die versuchen werden einen spezifischen Fond für Lobbyarbeit in Brüssel aufzubauen, werde EVCA weiterhin seinen eigenen Weg gehen.
Was man brauche sind Menschen die sich aus unseren Unternehmen einsetzen werden und mit Menschen in ihren Ländern reden werden, mit Politikern und mit der Presse. Er glaubt nicht dass dies eine Frage der finanziellen Ressourcen sei. Man habe bereits genügend Geld und man habe alle schon in der Tasche, so Echarri.



