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20. November 2008
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Interview: Finanzkrise wirft neue Herausforderungen auf [DE][en][fr

Erschienen: Freitag 14. September 2007   

In einem Interview mit EurActiv erklärt der Chef-Ökonom des IWF, Jörg Decressin, dass zunehmende Zusammenarbeit zwischen den Regulierungsbehörden, ebenso wie gemeinsame Verantwortung und Transparenz der internationalen Finanzen der EU helfen könnten, den durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten hervorgerufenen Risiken zu begegnen.

Die derzeitige Finanzkrise hat gezeigt, dass sich Probleme leicht über alle Finanzmärkte ausbreiten können und dies zu einer großen Herausforderung für Überwachungs- und Regulierungsbehörden führt. Jörg Decressin, Chef-Ökonom in der Europa-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF), ist der Meinung, dass eine der Lehren, die aus der Krise gezogen werden sollte, bereits zu weiterer internationaler Zusammenarbeit ermutige.

„Regulierungs- und Überwachungsbehörden müssen viel stärker zusammenarbeiten und stärker Informationen austauschen, um Ereignisse dieser Art bewältigen zu können“, sagt Decressin.

Als Reaktion auf die Krise haben sich einige der Staats- und Regierungschefs der EU, darunter auch die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, und der französische Präsident, Nicolas Sarkozy, für mehr Transparenz und Kontrolle der Finanzmärkte ausgesprochen. Während grundlegende Einigkeit darüber herrscht, dass Transparenz entscheidend ist, damit Märkte in effizienter Art und Weise funktionieren können, ist die Frage, wie man Kontrolle strukturieren könnte, schwieriger zu beantworten.

Derzeit fällt die Kontrolle der Finanzmärkte in den Kompetenzbereich der Behörden der Mitgliedstaaten; der IWF spricht sich jedoch für eine gemeinsame Verantwortung auf EU-Ebene aus. „Dies würde sicherstellen, dass Kontrollorgane die externen Auswirkungen ihrer eigenen Handlungen auf andere Länder, zu denen es aufgrund der Integration der Finanzmärkte kommen wird, ordnungsgemäß in Betracht ziehen“, erklärt Descressin. Er fügt hinzu: „Ich denke, es gibt viele Wege, wie man eine solche gemeinsame Verantwortlichkeit erreichen kann.“

Der Markt für Retail-Banking ist der am wenigsten ‚europäisierte’ Sektor in der EU; daher bleiben noch viele Herausforderungen für die Integration des Marktes bestehen. „Es ist noch ein langer Weg, bevor wir die Grenzen der Marktintegration erreichen“, hält der Finanzexperte Descressin fest. Er sagt jedoch auch, dass Verbraucher letztendlich von der fortschreitenden Europäisierung profitieren sollten; dies treffe auch für den Hypothekenmarkt zu, der bisher noch weitgehend national bestimmt ist.

„Was die Integration des Einzelhandels erreichen sollte, ist zusätzliche Vielfalt, so dass die Verbraucher mehr Auswahl haben.“

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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