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Die EU-Kommission hat neue Vorschläge vorgelegt, die bestehende Hindernisse für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr beseitigen sollen.
Ziel des Vorschlags sei es, grenzüberschreitende Zahlungen, ob per Kreditkarte, Debitkarte, elektronischer Banküberweisung, Lastschrift oder auf anderem Wege, so einfach, billig und sicher zu machen wie Zahlungen innerhalb eines Mitgliedstaates, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy am 1. Dezember 2005.
Derzeit verfügt jeder Mitgliedstaat über eigene Vorschriften. Verbraucher zahlen durchschnittlich zwischen € 34 und € 252 für Basisbankdienstleistungen. Der neue Vorschlag soll einen einheitlichen Raum für den Zahlungsverkehr (SEPA) schaffen, wodurch Kosten für Basisbankdienstleistungen reduziert und 2-3% des BIP an jährlichen Kosten für Zahlungen zwischen den verschiedenen miteinander konkurrierenden Systemen eingespart werden könnten.
Die Richtlinie schafft die Grundlage für den gemeinsamen Zahlungsraum, der spätenstens 2010 Wirklichkeit werden soll. Charlie McCreevy sagte, er würde keine weiteren Anreize für Banken vorschlagen, wenn es nicht so aussehe, als würden diese das Richtziel erreichen können. Er gab allerdings keine weiteren Details über mögliche Anreize.
Der Richtlinienentwurf erstreckt sich auf alle 25 Mitgliedstaaten und nicht nur den Euro-Raum. Er umfasst allerdings nur elektronische Zahlungen; Schecks und Barzahlungen sind nicht mit eingeschlossen.
Sowohl Verbraucher- als auch Unternehmerverbände befürworten den Vorschlag. Jim Murray von der Verbraucherorganisation BEUC nannte den Vorschlag "einen großen Schritt in die richtige Richtung".
EurActiv wird diesen Vorschlag in einem aktualisierten LinksDossier zum einheitlichen EU-Zahlungsraum im Detail analysieren.