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Bei einer öffentlichen Anhörung im Europäischen Parlament am 28. August zeigten sich Interessensvertreter der Lebensmittelindustrie verärgert über die Pläne der Kommission zur Nährwertkennzeichnung von Lebensmittel. Diese seien viel zu aufwendig und würden die Kosten für kleine Unternehmen in die Höhe treiben.
Die EU-weiten Regelungen zu Rückstandshöchstmengen für Pestizide in Lebensmitteln, die innerhalb der EU verkauft werden, treten am Montag (1. September) in Kraft. Umweltgruppen bezeichneten diese als Verstoß gegen die Lebensmittelsicherheit, da die Konsumenten in inakzeptablem Ausmaße kontaminierten Lebensmitteln ausgesetzt würden. Sie kündigten deshalb gestern (28. August) an, gerichtlich dagegen vorgehen zu wollen.
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich in einem Versuch, die Abhängigkeit von importiertem Öl zu senken und die Erderwärmung zu bekämpfen, verpflichtet, den Anteil von Biokraftstoffen im Verkehr bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen; die Bedenken, dass eine gesteigerte Erzeugung von Biokraftstoffen zu Massenabholzung sowie zu Nahrungsmittelknappheit führen könnte, nehmen jedoch zu. (mehr)
Bioenergien werden aus Rohstoffen wie Holz, Abfall oder Pflanzen gewonnen. (mehr)
Weitere Reformen der europäischen Agrarpolitik, wie die Abschaffung veralteter Erzeugungsquoten und länderspezifischer Absprachen sowie die Kürzung von Subventionen, werden in den nächsten Jahren unvermeidbar sein, um im Einklang mit der Agenda der Kommission zur „besseren Rechtsetzung“ handeln zu können und eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz der europäischen Landwirtschaftspolitik zu erreichen. (mehr)