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Britische Studie gibt Überprüfung der Lebensmittelzusatzstoffe mehr Gewicht [DE][en

Erschienen: Freitag 7. September 2007   

Während die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die EU-Vorschriften zu Lebensmittelzusatzstoffen überprüft, hat eine britische Studie gezeigt, dass eine bestimmte Mischung an Lebensmittelzusatzstoffen, die beispielsweise in alkoholfreien Getränken, Süßigkeiten und Eis enthalten sein kann, bei Kindern zu Hyperaktivität führen kann.

Wissenschaftler der University of Southampton kommen in einem Artikel, der am 6. September 2007 in der Medizinzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, zu dem Schluss, dass Farbstoffe oder der Konservierungsstoff Natriumbenzoatexternal  (oder beide) in der Nahrung zu einem erhöhten Auftreten von Hyperaktivität bei 3-jährigen und 8- bzw. 9-jährigen Kindern in der allgemeinen Bevölkerung führten.

In diesem Artikel beschreiben die Wissenschaftler randomisierte, doppelblindeexternal , plazebokontrollierte Studie mit etwa 300 Kindern, um herauszufinden, ob die Aufnahme von künstlichen Lebensmittelzusatzstoffenexternal  das Verhalten der Kinder beeinflusste. Die Studie wurde von der britischen Food Standards Agency (FSA) in Auftrag gegeben, um die möglichen Auswirkungen der Kombination von Lebensmittelfarbstoffen und dem Konservierungsstoff Natriumbenzoat zu untersuchen. 

Die Ergebnisse zeigten, dass das Verspeisen oder Trinken bestimmter Mischungen dieser Zusatzstoffe, die in Lebensmitteln zu finden sind, die bei Kindern beliebt sind, wie alkoholfreie Getränke, Süßigkeiten oder Eis, mit negativen Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder im Zusammenhang stehen könnten.

Infolge dieser Ergebnisse hat die FSA entschieden, ihren Rat an Verbraucher hinsichtlich künstlicher Lebensmittelzusatzstoffe zu überdenken. Sie erklärten, wenn ein Kind Zeichen von Hyperaktivität oder eines Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms mit Hyperaktivität aufweise, könne das Weglassen der Farbstoffe, die in der Southampton-Studie überprüft worden seien, einige positive Auswirkungen zeigen.

Die britische Food and Drink Federation (FDF) betonte die Notwendigkeit, den Verbrauchern zu versichern, dass die Studie nicht darauf hindeute, dass es bei der Verwendung von Zusatzstoffen ein Sicherheitsproblem gebe. Die Vereinigung sagte, dass die Art und Weise, mit der die Zusatzstoffe getestet worden seien, nämlich in Form einer Mischung, nicht die Form sei, in der sie in alltäglichen Produkten vorkämen.

Zudem, so der Kommunikationsdirektor bei FDF, Julian Hunt, müssten Hersteller die Zusatzstoffe, die sie in ihren Produkten verwendeten, kennzeichnen, sodass Verbraucher, die bestimmte Inhaltsstoffe vermeiden wollten, dies mit Hilfe der Lebensmitteletikettierung tun könnten.

Die Europäische Kommission hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aufgefordert, die britische Studie zu bewerten und eine Stellungnahme zu ihr abzugeben. Die Kommission wird anschließend entscheiden, ob weitere Maßnahmen für die jeweiligen Zusatzstoffe notwendig sind.

Derzeit führt die EFSA eine Aktualisierung der bestehenden Vorschriften zu Lebensmittelzusatzstoffen sowie eine Neubewertung aller zugelassenen Zusatzstoffe durch. Das Ziel ist, sicherzustellen, dass die Sicherheitsüberprüfungen für Zusatzstoffe angesichts der jüngsten wissenschaftlichen Daten und technologischen Entwicklungen weiterhin seine Gültigkeit habe. Die neuen Vorschriften könnten ab 2010 in Kraft treten.

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