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Die Pharmaindustrie und die Europäische Kommission haben sich auf eine hunderte Millionen Euro schwere Zusammenarbeit geeinigt, die das Ziel hat, neue Medikamente zu entwickeln und diese schneller auf den Markt zu bringen.
Im Jahr 2007 gestartet, war die Innovative Medizininitiative eine der ersten Gemeinsamen Technologieinitiativen die unter dem siebten Forschungsrahmenprogramm (FP7) geschaffen wurden. Das gesamte IMI Budget für den Zeitraum von 2008-20013 beträgt zwei Milliarden, eine Milliarde von der Europäischen Gemeinschaft und eine Milliarde von der Wirtschaft.
Die Pharmaindustrie macht ca. 19 Prozent der globalen unternehmerischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus. Jedoch wuchsen die Investitionen in F&E in den USA zwischen 1990 und 2008 um den Faktor 5,6 in Europa hingegen nur um den Faktor 3,5. Außerdem gibt es in den aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien auch ein rasches Wachstum.
Die europäische forschungsbasierte Pharmaindustrie generiert einen substantiellen Handelsüberschuss, der für das Jahr 2008 auf ca. 48 Milliarden geschätzt wird. Es hat entscheidend dazu beigetragen, das Handelsdefizit der EU in High-Tech Produkten zu reduzieren.
15 verschiedene Forschungsprojekte wurden unter der Innovativen Medizininitiative, einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) ausgewählt, die darauf abzielt die biopharmazeutische Branche Europas zu stärken.
Die Europäische Kommission wird unter dem Abkommen 110 Millionen Euro beisteuern, während die europäische pharmazeutische Industrie (EFPIA) 136 Millionen Euro zu dem Projekt beiträgt.
Große pharmazeutische Unternehmen innerhalb der Vereinigung werden ihre eigene Beteiligung komplett bezahlen, indem sie Gelder für Forschung und Entwicklung darunter Belegschaft, Labore, Geräte, Material und klinische Versuche bereitstellen. Gelder der Europäischen Gemeinschaft werden exklusiv den anderen Teilnehmern zugeteilt, unter anderem KMU, Patientengruppen sowie wissenschaftlichen Forschern.
Die Projekte, die durch die Initiative abgedeckt sind, werden dazu dienen Gesundheitsprobleme wie Diabetes, Schmerzen, schweres Asthma und psychische Störungen besser zu verstehen, während die Sicherheit von Medikamenten erhöht wird.
Die EU-Kommission sagte, dass die Projekte die Verspätungen zur Sprache bringen werden, die die Markteinführung für neue Medikamente in Europa mit sich ziehen. Verbesserter Datenaustausch zwischen den Forschern und bessere Bildung und Ausbildung im Pharmasektor sind auch ein zentraler Teil des Plans.
Die Initiative ist das erste Mal, dass im Wettbewerb stehende Pharmafirmen ihre Ressourcen zusammenführen, um zusammen mit Forschungsorganisationen, Patientengruppen und anderen Interessenvertretern in einem derart großen Rahmen zusammenkommen, um allgemeines, wettbewerbsloses Wissen zu schaffen.
Die Europäische Kommission und die pharmazeutische Industrie begrüßten die Auswahl der 15 Projekte als wichtige Forschungsgebiete, indem sie sagten, dass die Initiative helfen könne Verkrustungen in der Forschung und Entwicklung der pharmazeutischen Industrie lösen.
Janez Potočnik, der EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung sagte, dass er glücklich sei, da die einmalige öffentlich-private Partnerschaft Früchte träge. Das Ziel sei es für Europa zur Spitzenklasse der biopharmazeutischen Forschung zu werden. In Zeiten der Krise sei ein derartiges Modell der Kooperation eine gute Antwort auf Fragen der Wettbewerbsfähigkeit und der öffentlichen Gesundheit.
Arthur Higgins, der Geschäftsführer von Bayer Healthcare und Präsident von EFPIA, das die europäische pharmazeutische Industrie vertritt, unterstrich die Bedeutung der Informationsteilung.
Er sei erfreut darüber, dass das Beispielmodel für Zusammenarbeit zwischen der Branche und der Kommission so guten Zuspruch in ganz Europa gefunden habe. Der IMI werde neue Standards im Bereich der Informations- und Wissensaustausch setzen, so Higgins.
• Herbst 2009: Eine zweite Runde für Vorschläge wird gestartet, um Vorschläge aus dem Bereich der Onkologie, der Diagnose von ansteckenden Krankheiten, chronisch entzündliche Krankheiten sowie Wissensmanagement zu finden.
• November 2009: Die Vertragsverhandlungen für die 15 Projekte werden abgeschlossen.