Mehr als 40 Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen haben am 7. Juni 2007 eine Charta zur Errichtung eines Europäischen Forums „Alkohol und Gesundheit“ unterzeichnet. Das Forum soll darauf abzielen, Maßnahmen zu ergreifen, welche die europäischen Bürger vor gefährlichem Alkoholkonsum schützen.
Die gemeinsame Verpflichtung der Stakeholder ist es, ein besonderes Augenmerk auf Maßnahmen zu legen, die Kinder und Jugendliche schützen, ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken und unverantwortliche kommerzielle Kommunikation und Kaufangebote verhindern.
Der Kommissar für Gesundheit, Markos Kyprianou, ist der Meinung, dass die Bemühungen stark sein müssten, wenn man bei dem Kampf gegen alkoholbedingte Schäden eine wahre Veränderung verzeichnen wolle. Dies schließe nicht nur die öffentlichen Tagesordnungen des Gesundheitswesens, sondern auch die Agenden aller Stakeholder ein, einschließlich der Schulen, Arbeitgeber, NGOs, Alkoholhersteller, Lieferanten, der Werbe- und Medienindustrie, lokale und nationale Behörden, der Mitgliedstaaten und der EU.
Basierend auf den fünf Kernelementen, die in der EU-Strategie von Oktober 2006 beschrieben wurden, werde das Forum „Alkohol und Gesundheit“ ein sehr wichtiger Eckpfeiler für die Umsetzung der Strategie sein, da es sich auf konkrete Maßnahmen auf europäischer, nationaler und kommunaler Ebene konzentrieren würde, fügte Kyprianou hinzu.
Die Charta beabsichtigt die Einsetzung einer wissenschaftlichen Fachgruppe, die auf Anfrage der Forumsmitglieder wissenschaftliche Beratung zu Fragen, die im Forum diskutiert werden, liefern wird.
Zudem wird das Forum „Alkohol und Gesundheit“ zwei Taskforces errichten: zu Marktkommunikation, um die Arbeit des Rundtischs zum Thema Werbung von 2006 fortzusetzen, sowie zu jugendspezifischen Alkoholaspekten, um die Tendenzen der Trinkgewohnheiten von Jugendlichen zu untersuchen.



