Der Weltaidstag wird weltweit am 1. Dezember im Rahmen einer Initiative der Vereinten Nationen begangen.
Aus einem jüngsten Bericht von UNAIDS und der Weltgesundheitsorganisation geht hervor, dass Frauen von der HIV-Epidemie zunehmend betroffen sind. Aus diesem Grund bilden "Frauen, Mädchen und HIV und AIDS" den Schwerpunkt des diesjährigen Weltaidstages.
Der Bericht zeigt außerdem auf, dass die Zahl der HIV-Infizierten mit weltweit 39,4 Millionen einen neuen Höchststand erreicht hat. In der EU ist die Situation in den baltischen Staaten ganz besonders alarmierend. Außerdem ist der Anstieg in den EU-Nachbarländern Russland und Ukraine besonders hoch (siehe auch EurActiv, 24 November 2004).
Der EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou hat erklärt, dass junge Europäer die Zielgruppe von Aufklärungskampagnen bilden sollten. "Teenager und Menschen, die Anfang zwanzig sind, sind zu jung um sich an die Kampagnen für sicheren Sex, die in den 1980er und 90er Jahren stattgefunden haben. Aufgrund steigenden Infektionsraten sind Maßnahmen zur Verhinderung eines Gesundheitsdesasters dringend notwendig".
Der Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, der Belgier Louis Michel, hat erklärt, die EU versuche, ihren Einfluss beim weltweiten Kampf gegen die Krankheit geltend zu machen. "Die Kommission leistet den zweitgrößten Beitrag zum Globalen Fond zur Bekämpfung von HIV/ AIDS, Malaria und Tuberkulose in den Entwicklungsländern. Außerdem gibt es seit Oktober 2004 einen politischen "Rahmen", der jetzt in Form konkreter Initiativen in diesen Ländern umgesetzt werden muss. Hierfür engagiere ich mich, und ich werde daher Anfang nächsten Jahres einen Aktionsplan präsentieren", so Louis Michel in einer Pressemitteilung.



