ThemenRubriken
MiniRubriken
Eine Studie, an der über 4000 niederländische Kleinkinder teilgenommen haben, hat gezeigt, dass Kleinkinder, die nah an viel befahrenen Straßen leben, besonders anfällig für Erkrankungen der Atemwege sind, wie zum Beispiel für Asthma.
Die Studie wurde von einem internationalen Team von Wissenschaftlern durchgeführt. Sie beobachteten die gesundheitliche Entwicklung von 4146 Kindern, beginnend vor der Geburt bis zu ihrem vierten Geburtstag. Die Daten der Studie wurden durch Blutuntersuchungen und Fragebögen, die von den Eltern ausgefüllt wurden, gewonnen. Die Teilnehmer der Studie stammten aus 40 verschiedenen Regionen der Niederlande, jeweils mit unterschiedlichen Werten von Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ruß von Dieselemissionen.
Für Kinder, die in der Nähe von viel befahrenen Straßen leben, ergab die Studie im Durchschnitt ein Risiko von 20% bis 30%, an Asthma, Keuchhusten, Hals-, Nasen- oder Ohreninfektionen sowie an Erkältungen oder Grippe zu erkranken.
Die Forscher fanden auch heraus, dass die Kinder mit dem größten Grad an Luftverschmutzung in ihrer Umgebung anfälliger für Lebensmittelallergien sind, obwohl der Zusammenhang in späteren Jahren nicht erwiesen ist. Eine weitere Studie wird durchgeführt werden, wenn die Kinder ein Alter von acht Jahren erreicht haben.
Michael Jerret, Professor für öffentliche Gesundheit an der Universität von Kalifornien, lobte die Studie, sie sei ein ‚wichtige Beitrag’ auf diesem Forschungsgebiet. Die Ergebnisse werden in der nächsten Ausgabe des European Respiratory Journal veröffentlicht.
Im September 2005 nahm die Europäische Kommission die „Thematische Strategie zur Luftreinhaltung“ an. Die Strategie umfasst einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Luftqualität, die eine signifikante Reduzierung der Nitratoxid-Emissionen und Feinstaub (PM 2,5) bis 2020 vorsieht (Euractiv vom 24. Oktober 2006). Die "Euro 5"-Normen zu Kraftfahrzeugemissionen stehen im Zusammenhang mit der Richtlinie zur Luftqualität (siehe das Linksdossier zum Thema).