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30. August 2008
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KMUs sollen sich am Kampf gegen HIV/Aids beteiligen [DE][en

Erschienen: Montag 21. Januar 2008   

Ein Bericht von Business Action for Africa betont die Rolle des Privatsektors im Kampf gegen HIV/Aids in den Entwicklungsländern. Er fordert, dass der Austausch bewährter Verfahren in effektiverer Form stattfinden solle, um mehr Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in den Prozess einzubinden.

Der Bericht von Business Action for Africaexternal , einem internationalen Netzwerk von Unternehmen, das Wachstumspolitik und Armutsbekämpfung unterstützt, betont die Rolle des Privatsektors im Kampf gegen HIV und Aids in den Entwicklungsländern, in denen die Mittel der Regierungen oft nicht ausreichend sind, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.

In dem BerichtPdf external wird auf multinationale Unternehmen – unter ihnen die Brauerei SABMiller und der Pharmakonzern Merck, Sharp & Dohme – verwiesen, die umfassende Präventions-, Behandlungs- und Pflegeprogramme eingeführt haben, die über den Arbeitsplatz hinausgehen und die breitere Bevölkerung erreichen.

Business Action for Africa bedauert jedoch, dass es vielen Unternehmen, vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (die einen Großteil der Arbeitskräfte beschäftigen) an Mitteln mangele, um Programme dieser Art umzusetzen. Laut des Berichts, gäbe es in der Mehrheit der Unternehmen, die in Afrika tätig seien, kein HIV-Programm, trotz des klaren Anreizes für Unternehmen, die Gesundheit von Belegschaft und Kundenstamm zu schützen.

Christine Thompson von SABMiller, die daran arbeitet, innovative Möglichkeiten zu finden, damit Unternehmen mit Spendern und Regierungen zusammenarbeiten können, sagte, es sei dringend notwendig, kleine Unternehmen dabei zu unterstützen, sich proaktiver an der Bekämpfung von HIV und Aids zu beteiligen.

Stop AIDS Alliance und die niederländische Stiftung AIDS Fonds beschreiben Business Action for Africa als eine ‚gute Initiative’ des Privatsektors, um Angestellten Unterstützung zu gewähren, die in irgendeiner Form von HIV und Aids betroffen seien. Die Initiative bleibe jedoch auf große Unternehmen beschränkt, wobei KMUs die größten Arbeitgeber in der Region seien. Sie fordern, dass bewährte Verfahren zwischen Privatsektor und Zivilgesellschaft ausgetauscht werden, um die Kapazitäten der KMUs für eine Unterstützung in jedweder Form zu stärken, um somit auf die Krankheit zu reagieren.

Weiterhin erklären NGOs, es sei unerlässlich, dass die Unternehmen eng mit den nationalen Regierungen zusammenarbeiteten, um ein Wohlfahrtssystem für Angestellte zu unterstützen, die von HIV/Aids betroffen seien. Als ein Beispiel für bewährte Verfahren in diesem Bereich verweisen sie auf eine niederländische Initiative von Health Insurance Fundexternal : Hier arbeiten Unternehmen, Regierungen und NGOs zusammen, um den Zugang zu Bildung, Prävention, Behandlung und Pflege zu verbessern.

Im Rahmen dieser Initiative stellen die NGOs die Dienste zur Verfügung; die Regierungen, gemeinsam mit den Unternehmen, sorgen für ein Versicherungssystem. Der Privatsektor stellt weiterhin Bedarfsartikel und Geräte zur Verfügung.

In der EU gibt es ein Aktionsprogrammexternal zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose mit externen Maßnahmen in Entwicklungsländern. Die Europäische Kommission ruft den Privatsektor auf, stärker in diese Länder zu investieren.

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