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Die Europäische Kommission hat zügige Maßnahmen sowie eine verstärkte Zusammenarbeit auf nationaler Ebene hinsichtlich Möglichkeiten eines Leitmarktes im Bereich E-Health gefordert. Ziel ist es, wirtschaftliche Gewinne zu erhöhen und die Qualität der Gesundheitsdienste zu verbessern.
Leitmärkte sind Märkte mit hohem Wachstumspotential für Forschung sowie innovative Güter und Dienstleistungen. Die EU-Initiativen konzentrieren sich auf Bereiche, in denen öffentliche Behörden die Innovationstätigkeiten der Wirtschaft erleichtern können. Dies geschieht durch die Schaffung günstiger Rechts- und Regulierungsrahmen, durch die Festlegung von Standards, durch eine Verbesserung des Zugangs zu Risikokapital, durch die Unterstützung der Forschung und durch das Handeln als Erstkunde.
E-Health ist einer der Bereiche, in denen ein innovationsfreundlicher Markt für Unternehmen geschaffen werden kann, um neue Produkte und Dienstleistungen einzuführen. E-Health steht für die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in der gesamten Bandbreite der Funktionen, die den Gesundheitssektor betreffen – vom Arzt bis hin zum Krankenhausleiter und von der Datenverarbeitung bis hin zu Sozialversicherungsbeauftragten und Patienten.
Die voraussichtliche Kapitalrendite des E-Health sei relativ hoch, wenn man sie mit den Kosten des Gesundheitssektors vergleiche, so ein Kommissionsbericht über die Beschleunigung der Entwicklung des E-Health-Marktes in Europa
, der Ende Dezember 2007 veröffentlicht wurde.
Der Bericht, der von einer Arbeitsgruppe der Kommission zum Thema E-Health entworfen wurde, die sich aus Vertretern mehrer Generaldirektionen zusammensetzt, umreißt eine Reihe von Empfehlungen für Interventionsfelder bis zum Jahr 2010.
Die Empfehlungen, die sich an Industrie, Mitgliedstaaten und andere Entscheidungsträger des Bereichs E-Health richten, konzentrieren sich auf vier wichtige Hindernisse für die Entwicklung des E-Health-Leitmarktes, nämlich:
Nur wenige Tage vor Veröffentlichung des Berichts hatte die Kommission eine neue Strategie über die Investition öffentlicher Gelder in risikoreiche Technologieforschung angenommen. Die Initiative beabsichtigt, mögliche Widersprüchlichkeiten dieser Art von Investitionen mit EU-Regelungen zur staatlichen Beihilfe und Verordnungen im Bereich des Auftragswesens beizulegen. Weiterhin sieht die Initiative vor, den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität zu gewähren, um grenzüberschreitend mit Zulieferern zusammenzuarbeiten, sodass sie die gleichen Vorteile genießen und Risiken teilen.