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Die ehrgeizige Verbraucherstrategie will sicherstellen, dass bis 2013 alle Konsumenten ein gleich grosses Vertrauen in Produkte, Technologien und Verkaufsmethoden des Einzelhandels der gesamten EU haben.
Laut Kommission ist der Binnenmarkt derzeit noch in 27 nationale „Mini-Märkte“ zersplittert, „wodurch den Verbrauchern Vorteile wie günstige Preise und größeres Angebot entgehen und der Wirtschaft in Europa eine Chance für weiteres Wachstum vorenthalten wird“ (laut der Kommission machen Verbraucherausgaben 58 % des BIP der EU aus).
Die Kommission hat die Notwendigkeit betont, das Vertrauern der Verbraucher zu stärken, besonders beim Einkauf im Internet, da dieser ein großes Wachstumspotential birgt. 2006 tätigten nur 6% der Europäer einen Einkauf im Online-Handel außerhalb ihres Wohnlandes.
Eine Analyse
der Ergebnisse der Verbraucherpolitischen Strategie 2002-2006
wurde kürzlich veröffentlicht und zeigt auf, dass sie besonders neue Mitgliedstaaten dazu veranlasst hat, eine Verbraucherpolitische Strategie zu entwickeln.
Die Verbraucherstrategie 2007-2013
wurde im Dezember 2006 verabschiedet und wird mit 156,8 Millionen Euro finanziert.
Die Kommission verabschiedete am 13. März 2007 eine neue Verbraucherpolitische Strategie 2007-2013
. Ihr Ziel ist, dem Verbrauchervertrauen in den Einzelhandel im Binnenmarkt neuen Auftrieb zu verschaffen, und „die EU dabei zu unterstützen, die
Herausforderungen in den Bereichen Wachstum und Beschäftigung aufzugreifen und die
Verbindung zu ihren Bürgern zu stärken“.
Neben dem Verbraucherschutz ist das Hauptanliegen der neuen Strategie, den europaeischen Verbrauchern mehr Vorteile bezüglich Preis, Wahlmöglichkeiten, Qualität, Vielfalt, Erschwinglichkeit und Sicherheit, durch mehr Wettbewerbs zu gewähren.
Meglena Kuneva, Kommissar für Verbraucherschutz, stellte die Strategie vor, und sagte: „Mit dieser Strategie wollen wir einen schlummernden Riesen wachrütteln: den Einzelhandel im Binnenmarkt. Die grenzübergreifenden Absatzmärkte werden zwar durch die neuen Techniken von Grund auf umgekrempelt, aber die Verbraucher hinken in ihrer Einstellung der Entwicklung hinterher.”
Die Strategie legt eine Zahl legislativer und nichtlegislativer Initiativen fest, mit denen der Einzelhandel im Binnenmarkt bis 2013 neuen Auftrieb erhalten soll. Des Weiteren kündigt sie weitere Maßnahmen an: eine gründliche Überarbeitung der Verbraucherrechte bei grenzüberschreitenden Transaktionen, eine eingehende Bewertung optimaler Vorgehensweise zur Stärkung des Rechtsmittels der Verbraucher-Sammelklage, die Zusage, den Markt für grenzüberschreitende Kreditgeschäfte zu öffnen.
Der Europäische Verbraucherverband (BEUC) begrüßte die neue Strategie, in der die Verbraucher rechtmäßig als „Zugpferde“ der Wirtschaft verstanden werden, und daher sowohl ermächtigt als auch geschützt werden müssten. Es sei die erste Strategie, die vom ersten Kommissar, der ausschließlich für Verbraucherpolitik verantwortlich ist, vorbereitet wurde, und deren Potential daher von großer Bedeutung sei.
BEUC begrüßt besonders den erhöhten Einbezug des Verbraucherrechts in anderen Politikbereiche, eine verbesserte Überwachung der Märkte, die Arbeit an Sammelklagen als Rechtsmittel, bessere Rechtsetzung für Verbraucherschutz und die Stärkung unabhängiger Verbraucherorganisationen.
Eine EU-weite Anhörung zur Gesetzgebung des Verbraucherschutzes, die sich unter anderem mit dem Thema Einkauf im Internet beschäftigt, ist in Arbeit, und ist Teil des Grünbuchs zur "Überprüfung des gemeinschaftlichen Besitzstands im Verbraucherschutz"
(von der Kommission im Februar 2007 veröffentlicht).