Die rechtlichen Schritte, die die Schweizer Pharmagruppe Novartis gegen die indische Regierung eingeleitet hat, hat die Bedenken wegen möglicher Auswirkungen des Falles auf den Zugang zu Medikamenten in Entwicklungsländern verstärkt.
Mit Bezug auf eine Entschließung des Europäischen Parlaments vom September 2005 fordert die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen nun, die EU solle auf das Vorgehen von Novartis reagieren. Zudem hat Ärzte ohne Grenzen eine Petition gegen Novartis ins Leben gerufen, durch die das Unternehmen zu einer Rücknahme der Klage bewegt werden soll.
Die Entschließung hebt die Bedeutung des indischen Falls für den Zugang zu Medikamenten für Entwicklungsländer hervor und fordert die EU dazu auf, Indien bei der weiteren Umsetzung seiner Rechtsvorschriften über die Rechte am geistigen Eigentum dahingehend zu unterstützen, „dass Hindernisse in Bezug auf die Herstellung, das Marketing und den Export der grundlegenden Medikamente vermieden werden und dadurch ein Umfeld geschaffen wird, das Investitionen der indischen Generika-Industrie im Hinblick auf die Bereitstellung von erschwinglichen grundlegenden Medikamenten für die Entwicklungsländer weiterhin fördert und erleichtert“.



