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Ärzte drängen auf mehr Mobilität in Europa [DE]

Veröffentlicht 06. Juli 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Medizinische Doktortitel sollten in der ganzen  Europäischen Union akzeptiert werden, damit die Barrieren für die Mobilität von Doktoren aufgehoben werden, so Lisette Tiddens, die Generaldirektorin der Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Ärtzte (CPME) gegenüber EurActiv in einem Interview.

Vereinbarte Mindeststandards für Ärzte sind bereits vorhanden, aber die Anerkennung der postgradualen medizinischen Weiterbildung ist begrenzt. Unter der EU Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen werden etwa 15 Sonderqualifikationen, wie Neurologie und plastische Chirurgie zur gegenseitigen Anerkennung quer über Europa aufgelistet, aber dies lässt noch einige Fächer übrig bei denen die Qualifikationen nicht anerkannt werden.

"Wir arbeiten derzeit daran sicherzustellen, dass die kontinuierliche berufliche Entwicklung und weitergehende medizinische Qualifikationen auf einem Niveau garantiert werden, das für alle Mitgliedstaaten akzeptabel ist. Das ist keine leichte Aufgabe, aber es ist eine unserer Prioritäten", sagte Tiddens.  

Sie sagte, dass Medizin ein internationaler Beruf sei und es immer schon eine Tendenz der Ärzte gegeben habe zu reisen, um Wissen und Fähigkeiten auszutauschen. 

"Die Mobilität der Ärzte ist was den Austausch des Wissens angeht an sich eine gute Sache. Heutzutage hat man auch den Vorteil des Internet, also könnte dies nicht mehr so notwendig sein wie in der Vergangenheit. Aber wir sagen schon, dass es Ärzten möglich sein sollte, von einem Land ins andere zu gehen", so Tiddens. 

Tiddens drückte ihre Sorge aus, dass die Entwicklung der eGesundheit eher von der Wirtschaft als von medizinischen Spezialisten diktiert worden sei.   

"Bisher hat die Wirtschaft bestimmte, was entwickelt wird und das ist unsere Sorge". Wir glauben, das Ärzte viel stärker in die Entwicklung der eGesundheit einbezogen werden müssten," sagte sie. 

The 'brain drain' issue has also resurfaced in recent months amid debate on the proposed Blue Card for skilled workers and criticism from African scientists that developed countries are continuing to take researchers and doctors from the developing world (EurActiv 18/6/09). 

Das Thema der Abwanderung Hochqualifizierter ist in den letzten Monaten auch wieder aufgetaucht, in einer Debatte über eine Blue Card für Beschäftigte mit besonderen Fähigkeiten und Kritik aus afrikanischen Ländern, dass die Industrienationen weiter Wissenschaftler aus den Entwicklungsländern abziehen (EurActiv vom 18. Juni 2009)

Tiddens glaubt, Europa solle in der Lage sein, seine eigenen Mediziner auszubilden. "Abwanderung von Fachkräften ist ein entscheidendes Thema und sollte verhindert werden. Jeder Mitgliedsstaat soll sicherstellen, dass er genügend ausgebildete Mediziner hat und wir sollten sicherlich keine Ärzte aus Ländern holen, die ohnehin schon wenige haben", sagte sie. 

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier

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