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Die 27 Mitgliedstaaten der EU stimmen darin überein, dass größere Synergien zwischen Forschung und Bildung sowie die Erarbeitung gemeinsamer europäischer Standards eine Voraussetzung sind, um grenzüberschreitende eHealth-Dienste zu entwickeln und neue Märkte in diesem Bereich zu erschließen.
Die 27 EU-Mitgliedsstaaten und die Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums haben am 19. April 2007 eine gemeinsame Deklaration
angenommen, die eine strukturierte Kooperation für grenzüberschreitende eHealth-Dienstleistungen vorsieht.
Man wolle den Patienten in allen Ländern der EU den Zugang zu ihren medizinischen Daten und Patientenberichten ermöglichen. Dies diene nicht nur der Kontinuität der Versorgung, sondern auch der Sicherheit im Notfall, erklärte der deutsche Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Dr. Klaus Theo Schröder. Die Erklärung war auf der eHealth-Konference 2007
angenommen worden.
Die Konferenz stand unter dem Thema „From Strategies to Applications“ (Von Strategien zur Umsetzung) und konzentrierte sich auf die Umsetzung elektronischer eHealth-Anwendungen und Infrastrukturen. Dazu gehören elektronische Rezepte, Patientendaten und anderen Dienstleistungen, die durch die elektronische Krankenkarte ermöglicht wurden.
Die unterzeichnenden Länder sind sich darüber einig, dass EU, grenzüberschreitende eHealth-Dienstleistungen nur möglich sind, wenn auf nationaler Ebene entsprechende Infrastrukturen bestehen. Für inhaltlich weitgehende Planungen müssten daher nationale eHealth-Pläne berücksichtigt werden.
Die Erklärung betont nachdrücklich auch den Bedarf an größeren Synergien zwischen Forschung und Bildung. Sie fordert die Mitgliedsstaaten dazu auf, zusammen mit der eHealth-Industrie und Interessenvertretern an gemeinsamen Standards zu arbeiten. Eine europäische Standardisierung wird auch zur Erschließung neuer Märkte erwartet.
Die Erklärung sieht vor, dass die Kommission weitgefasste Pilotprojekte initiiert, um die europäische Zusammenarbeit in Hinblick auf die Anwendung verbesserter Patientenberichte in verschiedenen Zusammenhängen zu testen, so zum Beispiel bei medizinischen Notfällen oder bei der Abgabe von Rezepten.
Die wachsende Mobilität in Europa hat das Bedürfnis geweckt, Patienten unabhängig von nationalen und regionalen Grenzen oder Gesundheitssystemen gute medizinische Versorgung zu gewähren. Dies verlangt eine Modernisierung der europäischen Gesundheitssysteme, also deren Ergänzung mit eHealth-Komponenten, wie zum Beispiel standardisierte elektronische Dokumentation und vollständig kompatible Kommunikation zwischen den einzelnen Gesundheitssystemen.
Der Aktionsplan
der EU für eHealth (2004) soll die Schaffung nationaler eHealth-Strukturen, elektronischer Krankenakten und Patientenberichte fördern sowie zu ihrer Interoperabilität beitragen.