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Stellenangebot registrierenWissenschaftler fordern eine ausgewogenere Debatte über die relativen Risiken und schädlichen Auswirkungen von Drogen, nachdem eine Studie ergeben hat, dass Alkohol- und Tabakkonsum mehr körperlichen und gesellschaftlichen Schaden anrichten als einige verbotene Substanzen.
Die Autoren der Studie mit dem Titel „Development of a rational scale to assess the harm of drugs of potential misuse“ (Entwicklung einer rationalen Skala, um die schädlichen Auswirkungen von Drogen bei potentiellem Missbrauch zu messen) kritisieren, dass das derzeitige System zur Einordnung von Drogen, weder spezifisch noch transparent sei, was das Vertrauen in die Exaktheit und in die Gesundheitsbehörden beeinträchtige.
Die Wissenschaftler haben ein neues Rahmenwerk zur Einordnung der Auswirkungen von verbotenen Drogen geschaffen, das die von jeder Droge tatsächlich ausgehende Gefahr für die Gesellschaft misst. Fünf legale Drogen, unter anderem auch Alkohol und Tabak, wurden ebenfalls bei der Untersuchung berücksichtigt. Die Studie hatte drei Parameter: Körperliche Auswirkungen, Abhängigkeit und soziale Auswirkungen.
Die Forschungsergebnisse, die am 24. März 2007 im
Lancet Magazine
, einer britischen medizinischen Zeitschrift, veröffentlicht wurden, zeigen, dass Alkohol und Tabak, die insgesamt für 90% aller von Drogen verursachten Todesfälle in Großbritannien verantwortlich sind, zu den zehn gefährlichsten Substanzen zählen. Sie befinden sich höher auf der Liste (Alkohol auf dem fünften, Tabak auf dem neunten Rang) als einige verbotene Substanzen, wie Cannabis (11. Rang) oder Ectasy (18. Rang). Heroin und Kokain befinden sich auf dem ersten und zweiten Rang über gefährliche Substanzen.
Die Ergebnisse würden belegen, so die Studie, dass die Nichterwähnung von Alkohol und Tabak im britischen Drogenmissbrauchsgesetz, von einer wissenschaftlichen Perspektive her widersinnig sei. Die Studie habe keine deutliche Unterscheidung zwischen sozial akzeptierte und verbotene Substanzen erkennen können. Dies sollte in die öffentliche Debatte über verbotenen Drogenkonsum
in Betracht gezogen werden, so die Studie.