Die Zahl der Menschen, die mit HIV infiziert sind, hat einen neuen erschreckenden Höchststand erreicht. Aus einem Bericht von UNAIDS und der Weltgesundheitsorganisation WHO geht hervor, dass 39,4 Menschen weltweit infiziert sind. Der größte Anstieg der letzten Jahre wurde in Ostasien, Osteuropa und Zentralafrika verzeichnet.
Dem Jahresbericht 'AIDS Epidemic Update' zufolge macht der Anstieg in EU-Nachbarländern (in Ländern wie der Ukraine und Russland) 40 % des gesamten Anstiegs in Osteuropa und Zentralasiens aus. Der Bericht geht davon aus, dass Russland am schlimmsten betroffen ist. Ende 2003 lebten dort 860.000 Menschen mit HIV.
Weltweit sind knapp die Hälfte sämtlicher infizierten Erwachsenen Frauen. Die Ausnahme bilden die subsaharischen Länder Afrikas, wo 60 % der HIV-Infizierten Frauen sind.
HIV/AIDS hat den Vormarsch fortgesetzt, obgleich die Höhe der Ausgaben gegen AIDS von 2,1 Milliarden US-Dollar (ungefähr 1,6 Milliarden Euro) im Jahr 2001 auf 6,1 Milliarden (rund 4,7 Milliarden Euro) im Jahr 2004 angestiegen sind.
"Natürlich werden in der Zukunft noch mehr Ressourcen gebraucht, aber derzeit besteht die größte Herausforderung darin, dass das Geld sinnvoll verwendet wird - es muss sichergestellt werden, dass Mittel wirksam ausgegeben werden, und zwar dort, wo sie am dringendsten benötigt werden", so der Geschäftsführer von UNAIDS Dr. Peter Piot in einer Pressemitteilung.
Der Bericht wurde rechtzeitig vor dem am 1.Dezember stattfindenden Weltaidstag veröffentlicht.



