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Vogelgrippe: Deutschland keult 165 000 Enten [DE]

Veröffentlicht 28. August 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Deutsche Behörden haben 165 000 Enten schlachten lassen, nachdem der hoch ansteckende Vogelgrippevirus H5N1 in einem Entenmastbetrieb in Bayern entdeckt worden war.

Der Vogelgrippevirus H5N1 wurde in einem Entenmastbetrieb in Bayern mit 169 857 Tieren bestätigt. Nachdem 4 000 Enten bereits an dem Virus gestorben waren, haben die nationalen Behörden am 26. August 2007 den Restbestand von 165 857 Tieren als Vorsichtsmaßnahme vernichtet.

Deutschland wendet die EU-Schutz- und Kontrollmaßnahmen für den infizierten Bestand an und die Entscheidung der Kommission vom 27. August 2007 weist darauf hin, dass die Kommission mit den unternommenen Kontrollmaßnahmen zufrieden ist. Bisher werden keine Verbote für Geflügelimporte aus Deutschland verhängt. Die Situation wird vom Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit (SCFCAH) Anfang September 2007 überprüft werden.

Mehrere kleinere Ausbrüche von H5N1 wurden bei Wildvögeln in Deutschland, der Tschechischen Republik und in Frankreich in diesem Sommer entdeckt. Die letzten Vorkommnisse in Betrieben wurden zuletzt in England und Ungarn Anfang 2007 verzeichnet.

Frühere ernsthafte Ausbrüche trafen die EU im Herbst 2005. Dies führte dazu, dass die Kommission die EU-Koordination zur allgemeinen Bereitschaftsplanung für Krisenfälle im Gesundheitsbereich und andere Bereitschafts- und Reaktionsplanung mit Blick auf eine Grippepandemie stärkte.

Die Pandemie-Warnstufe der WHO befindet sich noch immer in Phase drei; dies bedeutet, dass ein neuer Subtyp des Virus „Krankheiten beim Menschen verursacht, aber noch nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist“. Bisher wurden weltweit 195 Fälle beim Menschen, die mit dem H5N1-Virus in Verbindung stehen, bestätigt, hauptsächlich in Südostasien und keiner in der EU-27.

Der Weltgesundheitsbericht 2007 der Weltgesundheitsorganisation, der am 23. August 2007 veröffentlicht wurde, erklärt, dass sich Wissenschaftler einig seien, dass es sich bei der  Bedrohung durch eine menschliche Pandemie von H5N1 noch immer eine Tatsache handele, und dass einer Grippepandemie von diesem Virus oder einem andern Grippevirus noch immer eine Frage des Wann und nicht eine Frage des Obs sei.

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