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WHO: Stadtplanung sollte aktiven Lebensstil fördern [DE]

Veröffentlicht 24. Juli 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Angesichts der zunehmenden Fettleibigkeit in Europa beklagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass nur wenige Wohnumgebungen momentan die empfohlenen Kriterien erfüllten, um einen aktiven Lebensstil zu fördern.

Ein neuer Bericht der WHO ermittelt die Determinanten, die körperliche Aktivität in einer Wohnumgebung fördern oder behindern, und somit Auswirkungen auf Fettleibigkeit zeigen können. Die Studie, die im Juni 2007 veröffentlich wurde, folgt zwei anderen Berichten der WHO, welche die Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheit sowie die Notwendigkeit, Möglichkeiten für ein aktives Leben städtischer Umgebung zu schaffen,  betonten (EurActiv vom 16. November 2006).

Auch wenn die Bedeutung der Wohnumgebung für die Förderung eines aktiven Lebensstils zunehmend erkannt wird, mangelt es noch immer am Einbezug solcher Gedanken in die Stadtplanung. Dies ist der Grund, warum die WHO nun versucht, diesen Prozess zu unterstützen, indem sie Empfehlungen abgibt, die auf verschiedenen Fallstudien basieren.

Die Studie erklärt, dass mehrere Faktoren, welche die Wohnumgebung kennzeichnen, einen Einfluss auf den Grad der körperlichen Aktivität der Menschen haben: der Zugang zu Sporteinrichtungen, abwechslungsreiche Flächennutzung, aktive Verkehrsmöglichkeiten und wahrgenommene Sicherheit in der Nachbarschaft.

Die Empfehlungen der WHO in Hinblick auf die Stadtplanung variieren entsprechend der Zielgruppe. Der Zugang zu Sporteinrichtungen, die sich nahe am Wohnhaus befinden, ist beispielsweise eine wichtige Voraussetzung für die Förderung der körperlichen Aktivität von Kindern, wohingegen es für ältere Menschen wichtig ist, dass öffentliche Einrichtungen zu Fuß erreichbar sind. Laut des Berichts ist das politische Engagement auf nationaler und lokaler Ebene entscheidend für die erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung solcher Vorhaben.

Zunehmende Fälle von Fettleibigkeit sind ein ernstes Gesundheitsproblem der Bevölkerung in Europa. Der Mangel an körperlicher Aktivität ist eine der wichtigsten Determinanten für diese Krankheit. Das Weißbuch zu Fettleibigkeit der EU, das im Mai 2007 angenommen wurde, betont die Bedeutung der Entwicklung physischer und sozialer Umgebungen, die für die körperliche Aktivität dienlich sind. Das Weißbuch über Sport, das am 11. Juli 2007 angenommen wurde, enthält Vorschläge dazu, wie man durch körperliche Aktivität die Gesundheit der Bevölkerung verbessern und dem Problem der Fettleibigkeit begegnen könnte (EurActiv vom 11. Juli 2007).

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