Der von mehreren Experten im Bereich öffentliche Gesundheit verfasste Bericht Financing Sustainable Healthcare in Europe: New Approaches for New Outcomes wurde am 13. Februar 2007 dem für Industriepolitik zuständigem Kommissar Günter Verheugen überreicht.
Der Bericht umfasst vier unabhängige Studien zu Themen, die mit der Nachhaltigkeit der Finanzierung der Gesundheitsvorsorgen in Zusammenhang stehen, und empfiehlt als Maßnahmen zur ständigen Verbesserung der Gesundheitsvorsorge größere Effizienz, mehr Auswahl und innovative Modelle zur Finanzierung der Gesundheitsvorsorge.
Insbesondere fordert der Bericht mehr Transparenz und Offenheit bei der Finanzierung der Gesundheitsvorsorge in Europa. Es sei schockierend, wie wenig Wissen europaweit darüber bestehe, wofür das Geld in der Gesundheitsvorsorge verwendet werde, sagte Pat Cox, Vorsitzender des Lenkungskomitees des Projekts.
Um Abhilfe aus dieser Situation zu schaffen, bilde nach Auffassung des Berichts ein auf Marktpreisen basierender Mechanismus die effizienteste Methode, um die notwendigen Informationen bezüglich der Nutzung von Ressourcen an Patienten, Regierungen und die Gesundheitssysteme in Europa zu vermitteln. Es müsse damit begonnen werden, die Macht des Marktes zur Erreichung eines besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses zu nutzen, sagte Cox.
Ein Großteil des Berichts widmet sich der Evaluation der Gesundheitsleistungen (Health Technology Assessment, HTA). Zur Gesundheitstechnologie zählen alle Methoden, die zur Verbesserung der Gesundheit und zur Vermeidung und Behandlung von Krankheiten genutzt werden, beispielsweise Medikamente, Geräte, Operationen und Untersuchungsprogramme.
In den Schlussfolgerungen wird der Zusammenhang zwischen Innovation und den Bedürfnissen des Gesundheitssystems verdeutlicht. Produkte, durch die größtmöglicher Nutzen aus Investitionen gewonnen werden könne, müssten identifiziert und unterstützt werden, so der Bericht. Die Hersteller solcher Produkte müssten mit angemessenen Erstattungen und Preisen belohnt werden.
Die Verfasser der Studie fordern zudem weitere Aufklärung über die Reichweite der Erstattungen für Medikamente, schnelle Genehmigungen und Rückerstattungen für neue Medikamente.



