Aktivisten aus dem Bereich Armutsbekämpfung haben am 27. September 2007 einen internationalen Aktionstag organisiert, der sich gegen die Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft richtet, um die Schäden für die afrikanische Lebensqualität zu betonen, zu denen es kommen würde, wenn man arme Länder dazu zwingen würde, ihre Zölle auf Produkte aus Europa anzuheben.
Sie sagen, die neuen gegenseitigen Handelsabkommen, welche die EU den Entwicklungsländern aufzwingen wolle, würden überlegenen europäischen Unternehmen uneingeschränkten Zugang zu den Märkten der Entwicklungsländer ermöglichen, und damit die lokalen Industrien zerstören.
Der EU-Handelskommissar Peter Mandelson hat wiederholt gewarnt, dass die Exporte der AKP-Staaten mit steigenden Zöllen konfrontiert und bei neuen Wirtschaftsinvestitionen Verluste einstreichen würden, wenn sie die Partnerschaftsabkommen nicht bis Ende 2007 unterzeichneten.
Die Gespräche dauern bereits fünf Jahre an, aber es konnten nur langsam Fortschritte verzeichnet werden, besonders aufgrund von schwierigen Verhandlungen zu Übergangsphasen für die Einstellung von Tarifen.
Ein weiteres Problem sind die Klauseln für Investitionen und Wettbewerb, welche die EU in die Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft einschließen möchte, obwohl diese von der Doha-Runde der WTO für Welthandelsverhandlungen entfernt wurden. Der Widerruf folgte intensiven Lobbying-Aktivitäten von Seiten der Entwicklungsländer, die befürchteten, dies könne ihre Fähigkeiten, ihre heimischen Unternehmen gegen multinationale Kooperationen zu schützen, einschränken.



