Die EU-Außenminister haben sich am 23. April 2007 darauf geeinigt, Verhandlungen über Freihandelsabkommen (FTAs) mit Indien, Korea und den zehn Staaten der Internationalen Organisation südostasiatischer Staaten (Asean) zu beginnen, um die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit Japan und den USA in dieser Region zu stärken. Derzeit beträgt der Handel mit dieser Region nur rund 10% des gesamten Handelsaufkommens der EU.
Die Mitgliedsstaaten betonten, dass ein Abschluss der Doha-Runde über einem Welthandelspakt im Rahmen der Welthandelsorganisation für die EU weiterhin oberste Priorität habe. Allerdings sei es ebenfalls wichtig, aufgrund der Aussetzung der multilateralen Gespräche im Juli 2006, bilaterale Abkommen schnell voranzubringen, um die externe Wettbewerbsfähigkeit und die Bedingungen für den Zugang zu diesen wichtigen Märkten für die europäischen Industrien gegenüber ihren weltweiten Konkurrenten zu verbessern.
Der Kommission zufolge werden die Abkommen die EU-Exporte in die Asean-Staaten um 24,2%, nach Indien um 56,8% und nach Korea um 47,8% steigern und die Gewinne der Exporteure jährlich um 40 Milliarden Euro erhöhen.



