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Kommission erwägt neue Anti-Dumping-Strategie für Schuhe [DE]

Veröffentlicht 27. Juli 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Kommission zieht derzeit in Erwägung, die übergangsweise eingeführten Anti-Dumping-Zölle auf chinesische und vietnamesische Schuhe nun auf alle Produkte aus China und Vietnam auszuweiten.

Die Kommission hat noch etwa zwei Monate Zeit um zu entscheiden, wie sie im Fall der auf chinesische und vietnamesische Schuhe im April 2006 erhobenen Strafzölle weiter verfahren möchte (s. EurActiv, 24. März 2006).

Anfangs hatten die Verhandlungsführer die Einführung eines Quotensystems für Zölle in Erwägung gezogen, wodurch 80 % der chinesischen und vietnamesischen Schuhe frei von jeglichen Anti-Dumping-Zöllen auf den europäischen Markt gelangen könnten.  Mengen, die hierüber hinaus importiert werden würden, würden mit höheren Importzöllen belastet werden (s. EurActiv, 5. Juli 2006).

Dieser Vorschlag wurde am 20. Juli 2005 von den Mitgliedstaaten zurückgewiesen.  Insbesondere Länder mit einer starken Schuhindustrie, wie z.B. Italien, Spanien, Frankreich, Polen und Portugal sprachen sich gegen ihn aus.

Laut der Financial Times schlägt EU-Handelskommissar Peter Mandelson nun einen Pauschaltarif von 10 % für Importe aus Vietnam und von 16,5 % für Importe aus China vor.

Die Federation of the European Sporting Goods Industries sagt, dass die aktuelle Unsicherheit für das Geschäft schädlich sei.  Die Tatsache, dass die Kommission innerhalb von zwei Wochen ohne vorherige Konsultation mit den Interessensvertretern  zwei sehr unterschiedliche Vorschläge eingebracht hat, sei bestürzend.

Chinesische Unternehmen behaupten, dass sie nur von einer vollständigen Abschaffung der Quoten profitieren würden und fordern daher ihre Regierung auf, bei der WTO eine Beschwerde gegen die EU einzulegen.   Chinas stellvertretender Handelsminister wird im nächsten Monat nach Europa reisen, um an den Verhandlungen zu dieser Frage teilnehmen zu können. 

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