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Angesichts der sich auftürmenden Berge chinesischer Textilprodukte im Wert von mehreren hundert Millionen Euro in Lagerhäusern, gerät die Kommission zunehmend unter Druck, rasch eine Lösung für das Problem zu finden.
Am 12. Juli 2005 haben sich die Kommission und China auf die Einführung von Einfuhrquoten für zehn unterschiedliche Textilprodukte, welche die EU aus China importiert, geeinigt. Die Textilien, deren Einfuhr jetzt blockiert wird, gehören zu den sechs Kategorien, für die die Quoten für 2005 bereits ausgeschöpft wurden. Die Einfuhr von Pullovern und Hosen überstieg die Quoten sogar.
Einzelhändler fordern nun von der Kommission, dass die gelagerten Textilien – von denen viele vor der Einigung über Importquoten bestellt wurden, in die EU importiert werden können. Der europäische Verbraucherverband BEUC bezeichnet die Blockade als Ausdruck für eine „Nichtberücksichtigung grundlegender wirtschaftlicher Gesetze“ und warnt: „Die neuen Quoten werden zu höheren Preisen und einer geringeren Auswahl für europäische Verbraucher, wenn sie in den kommenden Monaten Hosen, Pullover, Blusen, BHs und andere Textilprodukte kaufen wollen, führen“.
Die Kommission hat ein Verhandlungsteam nach Beijing entsandt, welches am 24. August Gespräche über mögliche Lösungen für die Krise einleiten wird. Da die meisten EU-Mitgliedstaaten jedoch für eine Beibehaltung der Quoten sind, scheint eine Neuverhandlung der Einfuhrbeschränkungen unwahrscheinlich. Viele Beobachter glauben, dass die Kommission China ein ‚Tauschgeschäft’ zwischen den Textilien, für die die Quoten noch nicht ausgeschöpft sind, und denjenigen, für die die Quoten längst überschritten wurden, vorschlagen könnte. Darüber hinaus scheint ein Vorziehen der Einfuhrquoten 2006 möglich.