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7. Juli 2008
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Mehr Sicherstellungen von 'gefährlichen' Fälschungen in Europa [DE][en][fr

Erschienen: Dienstag 20. Mai 2008   

Die Beschlagnahmungen von Fälschungen an den externen Grenzen der EU sind um 17% gestiegen. Der größte Anteil der beschlagnahmten Produkte stammt dabei aus China. Dies führe zu einer zunehmenden Gefahr für Gesundheit und Sicherheit der europäischen Bürger, so die Kommission.

Die Zolldienste registrierten an den Außengrenzen der EU mehr als 43 000 Beschlagnahmungen von gefälschten Produkten im vergangenen Jahr. 2006 waren es noch 37 000 gewesen. Dies geht aus den jüngsten Statistiken der Kommission vom 19. Mai 2008 hervor. Seit 2001 ist die Zahl der Fälle stetig gestiegen.

Die Kommission begründete den Anstieg der aufgedeckten Fälle mit einem verbesserten Informationsaustausch über verdächtige Lieferungen und einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Zoll und Wirtschaft.

In fast allen Bereichen hat der Zoll in mehr Fällen als im Vorjahr eingegriffen: die Beschlagnahmung von Kosmetikprodukten ist dabei am stärksten gestiegen (um 264% im Vergleich zu 2006), gefolgt von Spielzeug (+98%), Lebensmitteln (+62%), Computerausstattung (+62%) und Medikamenten (+51%).

Man sei besonders über den Anstieg der Zahl sichergestellter Produkte besorgt, die eine mögliche Gefahr für Verbraucher darstellten, sagte die Kommission, wie beispielsweise Rasierklingen oder Rasierschaum.

„Nach wie vor stellen Produktfälschungen eine gefährliche Bedrohung für unsere Gesundheit, unsere Sicherheit und unsere Wirtschaft dar”, warnt der EU-Kommissar für Steuern und Zoll László Kovács.

Jedoch ist die Gesamtzahl der durch den Zoll sichergestellten Artikel 2007 gesunken (79 Millionen gegenüber 128 Millionen im Jahr 2006), hauptsächlich aufgrund weniger Sicherstellungen von gefälschten Zigaretten und CDs bzw. DVDs. Weitere Gründe seien der verstärkte Verkauf über das Internet und die Tatsache, dass Produktfälscher weniger Risiko eingingen und kleinere Mengen verschifften, sagte die Kommission.

Dennoch machen gefälschte Zigaretten noch immer den größten Anteil der beschlagnahmten Produkte aus (35%), gefolgt von Kleidung (22%).

China bleibt die Hauptquelle gefälschter Waren – fast 60% der beschlagnahmten Artikel wurden dort hergestellt. Die Kommission betonte jedoch die Tatsache, dass diese Zahl von 80% vor einigen Jahren gefallen sei.

„Ich bin auch über den vor kurzem mit China erreichten Fortschritt bei der Stärkung der internationalen Zusammenarbeit zufrieden, die darauf abzielt, das Problem an der Quelle zu beseitigen“, sagte Kovács.

Die Verstärkung der Zusammenarbeit im Zollbereich mit China sei eine Priorität der Kommission im Kampf gegen Fälschungen. Beide Seiten einigten sich während ihres bilateralen Gipfels im vergangenen November darauf, dass die Zusammenarbeit im Zollbereich für die Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums verstärkt werden müsse.

Der Kommissionsbericht deckte zudem auf, dass die ehemalige Sowjetrepublik Georgien der größte Lieferant gefälschter Kosmetika ist, während die meisten beschlagnahmten Lebensmittel weiterhin aus der Türkei stammen.

Die Schweiz, in der einige der weltweit anführenden Pharmaunternehmen beheimatet sind, führt überraschenderweise die Tabelle der gefälschten Medikamente an – vor Indien.

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