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Ruf nach EU-Japan "Wirtschaftsrat"

Veröffentlicht 27. April 2010
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Europa und Japan sollen BusinessEurope, einer Industriegruppe, zufolge ein neues Organ zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen schaffen.

Die in Brüssel basierte Interessenvertretung möchte einen Rat auf hoher Ebene zur wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen der EU und Japan schaffen, um ein zehnjähriges Abkommen zu ersetzen, das dieses Jahr ausläuft.

In einem Brief an Ratspräsidenten Herman van Rompuy und Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso, warnt BusinessEurope vor einem erneuten bilateralen Handelsabkommen.

Van Rompuy und Barroso treffen den japanischen Premierminister Hatoyama am Mittwoch (28. April) beim 19. EU-Japan Gipfel. Das Treffen findet zum Ende des zehnjährigen Aktionsplans für die Beziehungen zwischen EU und Japan statt.

Es gibt derzeit Diskussionen zwischen europäischen und japanischen Behörden, um zu erwägen, ob ein Freihandelsabkommen oder andere Formen eines Abkommens getroffen werden können, um die Beziehungen zwischen der EU und Japan zu regeln.

„Wir glauben nicht, dass solche Ansätze zu einem akzeptablen Gleichgewicht zwischen den Interessen der EU und Japans in den Bereichen Zoll, regulatorische und Nicht-Zoll Barrieren führen würde“, so Philippe de Buck, Generaldirektor von BusinessEurope.

De Buck sagte, dass europäische Firmen großes Potenzial für Handel und Investition zwischen EU und Japan sähen und die Gespräche am Mittwoch gerne auf die Frage konzentriert sähen, wie man Handelsbarrieren reduzieren und mit „kulturellen Unterschieden und Verbrauchervorlieben“ umgehen könne.

Beamte wägen augenblicklich ab, ob eine Machbarkeitsstudie zu der Frage durchgeführt werden soll, welche Form bilaterale Beziehungen zwischen Japan und Europa nehmen sollen. Eine solche Studie sollte sich darauf konzentrieren, Barrieren zu Handel und Investition zu verstehen, so de Buck, und sollte nicht automatisch zu Verhandlungen eines neuen Handelsabkommens führen.

Der alternative Rat zur wirtschaftlichen Partnerschaft, den BusinessEurope befürwortet, würde konkrete Ziele setzen, die in kurzen Perioden erreicht werden sollen, so der Brief, der auch an die Vorsitzende der EU-Außenpolitik Catherine Ashton und Handelskommissar Karel de Gucht ging.

Am ersten Tag seiner Asienreise sagte Van Rompuy, manche in Brüssel hielten es für frühzeitig, sich zu einem Handelsabkommen zu verpflichten. In einer Rede an der Kobe Universität sagte er, es gebe viele Nicht-Zoll Barrieren, die den Marktzugang in Japan behindern.

Die hohe EU-Delegation in Japan wird diese Woche auch China besuchen, wo der Protektionismus, Anti-Dumping und Geldaufwertung auf dem Programm stehen.

Nächste Schritte: 
  • 28 April: EU-Japan Political Summit

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