Am 8. Juni veröffentlichten die Vertreter von 13 Ländern, darunter einige der wichtigsten Handelspartner der EU, eine gemeinsame Erklärung, in welcher sie die EU auffordern, den Entwurf zur Chemikalienrichtlinie REACH (‚Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien’) zu überarbeiten.
Die gemeinsame Erklärung, welche auf Initiative der EU-Vertretung der US-Handelskammer bei der EU (AmCham EU) hin veröffentlicht wurde, konzentriert sich insbesondere auf handelsstörenden Auswirkungen, die REACH auf diese Staaten haben kann. Folgende Staaten haben die Erklärung unterzeichnet: Australien, Brasilien, Chile, Indien, Israel, Japan, Korea, Malaysia, Mexiko, Singapur, Südafrika, Thailand und die Vereinigten Staaten.
Bereits im April dieses Jahres hatte AmCham EU eine Erklärung veröffentlicht, in welcher sie behauptete, dass einige Aspekte von REACH unnötige Handelsbarrieren errichten würden, die gegen Artikel 2.2. des Abkommens über technische Handelsbeschränkungen (TBT) verstoße. Somit könnte ein neuer WTO-Streit drohen.
Die Länder fordern die EU auf, die Gesetzgebung nochmals zu überprüfen und die Reichweite des Richtlinienentwurfes zu überdenken – insbesondere bezüglich der vorgesehenen Zulassung- und Registrierungsverfahren bei der zukünftigen Europäischen Chemikalienagentur in Helsinki.
Sie verurteilen die Undurchsichtigkeit der Verfahren und äußern ihre Bedenken bezüglich der hohen Kosten, welche REACH den mittelständischen Betrieben, insbesondere in Entwicklungsländern, auferlegt.



