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Deutsche Telekom muss Markt öffnen [DE]

Veröffentlicht 22. August 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Deutsche Telekom, der größte Telefonanbieter Europas, muss unverzüglich anderen Anbietern den Zugang zu den Breitbandnetzen ermöglichen, um die Kosten für die Verbraucher zu senken. 

Die Kommission hat am 21. August 2006 ihre Zustimmung zu einem Vorschlag der Bundesnetzagentur (BNetzA) geäußert. Dieser sieht vor, dass die Deutsche Telekom den Breitbandmarkt für Wettbewerber öffnen muss. 

Untersuchungen der deutschen Behörden hatte Ende 2005 ergeben, dass die Deutsche Telekom eine „beachtliche Vormachtsstellung“ innehat. Der Grund hierfür ist, dass die Telekom neuen Anbietern den Zugang zu ihrer Infrastruktur verweigert und sie somit daran hindert, eigene Breitband-Dienstleistungen, wie Internet und Internettelefonie, anzubieten.

Die Deutsche Telekom rüstet derzeit ihr Netz mit Glasfasern auf, was die Zugangsgeschwindigkeit im Vergleich zur heutigen Technologie um ein Vielfaches erhöht. Das Argument des Unternehmens lautet, dass es alleinigen Zugang zu dieser Infrastruktur sichern muss, um die Investition in Höhe von drei Milliarden Euro wieder einzuholen.

Obgleich die BNetzA diesem Argument zugestimmt hat und trotz der Drohung der Deutschen Telekom, den Ausbau des VDSL-Netzes zu stoppen, sollte die Regulierung in Kraft treten, hat die Kommission entschieden, dass kein Teil der Infrastruktur vom Zugang ausgeschlossen werden darf.

EU-Medienkommissarin Vivane Reding sagte: „Die Öffnung des deutschen Breitbandmarktes für den Wettbewerb wird zu verbesserten Dienstleistungen und niedrigeren Preisen für die Verbraucher führen.“ Sie mahnte die BNetzA zur „unverzüglichen“ Umsetzung des Beschlusses.

Ein Sprecher der Deutschen Telekom nannte die Forderung der Kommission einen „klassischen Fall von Überregulierung“.

 

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