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Elektronische Behördendienste in Europa im Aufwind [DE]

Veröffentlicht 06. Juli 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Eine Untersuchung der Kommission zeigt, dass immer mehr Behördengänge in Europa, etwa Registrierungen von Autos oder Anträge auf Baugenehmigungen, elektronisch erledigt werden können.

Die Untersuchung, welche die sechste in Folge ist mit der Cap Gemini beauftragt wurde, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass mittlerweile mehr als 90 % der Behörden in der EU-15 sowie Norwegen, Island und der Schweiz (‚EU-18’) in irgendeiner Form eine Online-Präsenz haben. 

Über die Hälfte der öffentliche Dienstleistungsanbieter in der EU-18 und 42 % in den neuen Mitgliedstaaten bieten online das gleiche Serviceniveau an wie offline. Festzustellen ist, dass es mehr Online-Dienste gibt, die für Unternehmen bestimmt sind, als für Bürger. Unternehmen in der EU-18 können 74 % sämtlicher Online-Dienste nutzen, in den neuen Mitgliedstaaten 55 %. Die Bürger der EU-18 haben Zugang zu 37 % der elektronischen Dienste, und diejenigen der zehn neuen Mitgliedstaaten zu 33 %. 

OnlineAvailability2006.png

Country results - full availability online (at least same level of service online as offline)                                                                                                                   Source: Cap Gemini for the Commission

Im Oktober 2004, als die letzte derartige Untersuchung durchgeführt wurde, lagen die Zahlen noch durchschnittlich um 9 % niedriger. Die größten Fortschritte sind in den neuen Mitgliedstaaten erzielt worden. Dort stieg die Verfügbarkeit elektronischer Behördendienste um 14 % für Unternehmen und 13 % für die Bürger. 

Außerdem sind zwei neue Mitgliedstaaten, Estland und Malta, diejenigen, in denen die Online-Dienste am stärksten ausgebaut wurden. Beide Länder liegen damit bezüglich von sowohl Verfügbarkeit als auch Umfang der Dienste auf Platz 2 und 3, hinter Österreich und noch vor Schweden. 

 

OnlineSophistication2006.png

Country results: online sophistication.                              Source: Cap Gemini for the Commission

Der Umfang des behördliche Online-Serviceangebots wird auf der folgenden Skala gemessen: „keine Online-Dienste“ (0 bis 25 %), Verfügbarkeit von Online-Informationen (25 bis 25 %), herunterladbare Formulare (50 bis 75 %) und elektronisch ausfüllbare Formulare (75 bis 100 %) und vollständige elektronische Abwicklung von Behördengängen (100 %). 

Die nächste Zielmarke, die die EU-25 und die Schweiz, Island und Norwegen nun laut Cap Gemini anzupeilen hätten, sei die Einführung ‚intelligenter’ auf den Benutzer ausgerichteter Online-Dienste, die von sämtlichen Bürgern genutzt werden können. 

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