Neue Technologien haben das Potential, zur Reduzierung des Energieverbrauchs und somit der Treibhausgasemissionen beizutragen. Auf diese Möglichkeit wird jedoch noch immer nicht in ausreichender Form zurückgegriffen. Wie die Europäische Kommission bereits in ihrem Aktionsplan für Energieeffizienz im Jahr 2006 vorschlug, kann die Nutzung intelligenter Technologien für Gebäude eine entscheidende Rolle spielen, um den Verbrauch zu mindern.
IKT seien überall gegeben, aber sie würden bisher nicht ausreichend genutzt werden, um Probleme des Klimawandels anzugehen, so Kommissarin Reding während einer Konferenz beim Europäischen Wirtschaftsgipfel in Brüssel. Die Konferenz beschäftigte sich mit der Frage, wie das Potential von IKT genutzt werden könne, um die Wirtschaft umweltfreundlicher zu gestalten.
Um das Problem in den Griff zu bekommen hat die Kommissarin eine Reihe von Maßnahmen für die kommenden Monate angekündigt. Die Kommission werde mit einem Dokument beginnen, welches das weitere Vorgehen vorschlagen werde. Weiterhin werde es ein Stakeholder-Forum geben, sowie abschließende Empfehlungen der Europäischen Kommission. Reding betonte, dies alles werde 2008 geschehen.
Sich auf die bevorstehenden Initiativen beziehend sagte die Kommissarin, wenn notwendig, könne man ebenfalls verpflichtende Standards für das öffentliche Auftragswesen erwägen, um eine effizientere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zu erreichen. Sie nannte insbesondere die Notwendigkeit, den übermäßigen Verbrauch in Städten, bei Gebäuden und Fahrzeugen zu senken.
Die Kommissarin schlug weiterhin die Einführung neuer Steuern vor, um der Umweltverschmutzung ein Ende zu bereiten. Reding sagte vor den Wirtschaftsvertretern, wenn sie sagten, dass Fahrzeuge die Umwelt verschmutzten, stimmten die Menschen zu, dennoch passiere nichts. Wenn man die Steuern auf umweltverschmutzende Autos erhöhe, würden die Menschen unmittelbar reagieren und das Problem verstehen. Man müsse diese Option in Betracht wirklich ziehen.
Auf EU-Ebene ist die Frage der Besteuerung jedoch problematisch, da die Mitgliedstaaten sich dagegen widersetzen, ihre Souveränität in diesem Bereich aufzugeben.



