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Das Surfen im Internet auf einem Computer werde in weniger als zehn Jahren altmodisch sein. Man erwarte, dass bis dahin die Mehrheit der Internetbenutzer ihre Mobiltelefone als Zugang zum Internet verwenden werde, sagte Geraldine Wilson, Vice President von „Connected Life“ bei Yahoo Europa in einem Interview mit EurActiv.
Der IT-Riese, der eines der führenden Unternehmen auf dem wachsenden Markt für mobiles Internet ist, prognostiziert, dass Mobiltelefone bis 2016 Computer als wichtigstes Instrument, um Zugang zum Internet zu erhalten, verdrängen würden. „Gegenwärtig gibt es ca. eine Milliarde Computer und drei Milliarden Mobiltelefone. Daraus ist leicht ersichtlich, warum wir glauben, dass in Mobiltelefonen große Möglichkeiten liegen“, sagte Wilson EurActiv gegenüber.
Sie sagte dies im Vorfeld der Konferenz der Financial Times
zum Thema „Business of Mobile“, die am 19. und 20. Mai 2008 in Brüssel stattfinden soll.
Ob mit oder ohne Fusion mit Microsoft will Yahoo! sein Angebot für Dienste auf dem Mobilfunkmarkt ausweiten, um so die Führung in den Bereichen Suche und Werbung zu übernehmen, so Wilson.
Im vergangenen Jahr führte Yahoo! oneSearch
ein, einen Dienst, der die Suche im Internet für Anwender mittels ihrer Mobiltelefone ermöglicht, indem er mehr relevante Suchergebnisse auf ihre Suchanfragen liefert und so die Zeit verkürzt, die sie auf Suchmaschinen verwenden. Yahoo! hat bereits weltweit Verträge mit 29 Telekommunikationsanbietern abgeschlossen und kann so bereits 600 Millionen potentielle Nutzer des neuen Dienstes vorweisen.
Werbung auf Mobiltelefonen ist die nächste Herausforderung und Yahoo! hat keine Angst vor möglichen negativen Reaktionen der Nutzer auf Popups mit Werbung, die auf den Displays ihrer Mobiltelefone erscheinen. „Wir glauben, dass Anwendern dieser Art von Werbung gegenüber sehr positiv eingestellt sind, wenn sie relevant ist“, sagte Wilson und betonte die Vorteile für die Kunden, die im Gegenzug für die empfangene Werbung billigere oder kostenlose Inhalte erhalten.
Nach oneSearch plant Yahoo! die Einführung eines mit der Stimme bedienbaren Suchdienstes in Europa (ein solcher wurde in den USA bereits eingeführt) sowie die Einführung von oneConnect, einem Dienst, der Daten sammelt und es Anwendern ermöglicht, ihre Informationen auf Internetseiten sozialer Netzwerke zu stellen. Diese beiden neuen Dienste sollen ab 2008 schrittweise auf den Märkten der EU-Länder eingeführt werden.
Bedenken über Datenschutz bereiten Yahoo! derzeit keine Sorgen. „Wir beachten die Datenschutzgesetze und sind sehr darum bemüht, sicherzustellen, dass wir bei unserer Arbeit im Hinblick auf Datenschutz das volle Vertrauen der Kunden genießen“, sagte Wilson.
Regulierungsbehörden der EU haben Schritte eingeleitet, um die Verbreitung des drahtlosen Internets für die Massenmärkte zu unterstützen. Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission die Erfordernisse für die Nutzung der Ultrabreitbandtechnologie (UWB) festgelegt, um sicherzustellen, dass alle 27 Länder der EU die gleichen Funkfrequenzen für diese Technologie nutzen (EurActiv vom 22. Februar 2007).
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