„Ich würde gerne am Ende des EU-Jahres sehen, dass die Bürger Europas besser verstehen, dass wir Europa auf positive Weise gestalten können, der EU helfen können, ihr wirtschaftliches und soziales Potenzial vollständig zu entfalten, wenn wir die Talente und das Innovationspotenzial der Menschen fördern“, meinte Figel’.
Die Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft, sollten darüber diskutieren, wie sich die Europäer ändern müssten, damit die EU auf globaler Ebene wettbewerbsfähig bleibe und gleichzeitig „eine Gesellschaft, in der es sozialen Zusammenhalt gibt und die in ihrer reichen Vielfalt geeint ist“ sein könne, führte der Kommissar aus.
„Gemeinsam mit Tschechien und Schweden, die im nächsten Jahr die Ratspräsidentschaften übernehmen werden, hat die Kommission mehrere Veranstaltungen zu Themen wie der ‚Wissensgesellschaft’, nachhaltiger Entwicklung oder der Bedeutung der kreativen Künste und der Kreativbranche geplant.“
„Ich erwarte die Unterstützung hochrangiger Politiker aus den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament”, fuhr der Kommissar fort und betonte, welche branchenübergreifende Bedeutung das EU-Jahr habe. Alle politischen Bereiche würden bei der Vorbereitung und Durchführung des EU-Jahrs für Innovation und Kreativität mit einbezogen.
Das Europäische Jahr solle die EU-Initiative ‚Neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen’, die die Kommission Ende des Monats vorstellen will, ergänzen. Mit der Initiative wolle man den Bedarf des europäischen Arbeitsmarktes im Jahr 2020 vorhersehen und decken, erklärte Figel’.
„Wir müssen unsere Problemlösungskapazität stärken – in jeder Altersgruppe und überall in ganz Europa”, betonte er in der Hoffnung, dass das nächste Mottojahr auch zu Diskussionen über Themen führen werde, die „das Kreativitätspotenzial Europas bremsen“, wie beispielsweise übermäßige Bürokratie.
Der Kommissar hat verschiedene bekannte europäische Persönlichkeiten dazu eingeladen, Botschafter des EU-Jahres zu werden. Unter ihnen befinden sich auch der frühere finnische Premierminister Esko Tapani Aho, der einen EU-Bericht über Innovation verfasst hat, sowie der Chefdesigner des Apple Notebooks Jonathan Paul Ive. Ihre Hauptaufgabe wird sein, Bewusstsein für Themen zu Innovation und Kreativität zu schaffen.
Mit dem offiziellen Beginn der Kampagne 2009 endet auch das aktuelle Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs, dessen Hauptziel in der Förderung des Dialogs zwischen verschiedenen Religionen, insbesondere zwischen dem Islam und dem Christentum, bestand.
Offizielle wird der Beginn des EU-Jahres 2009 am 7. Januar in Prag gefeiert.
Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.




