Diese Punkte werden in einem langen Bericht begraben von einem Wirtschaftswissenschaftler und über öffentliche Ausgaben der irischen Steuerzahler diskutiert. Er stellt fest, dass Investitionen in Wissenschaft, Technologie und Innovation als Schlüsselfaktor die „wissensbasierte Wirtschaft“ voranbringt, die Europa begrüßt hat, nennt aber den harten Beweis, dass dies ein guter Weg ist, knappes öffentliches Geld auszugeben.
Jedwedes Ergebnis in diese öffentliche Investition “kann nicht mit Gewissheit von Anbeginn bekannt sein”, sagt der Bericht und fügt hinzu: „Der bisher erbrachte Beweis über den Einfluss von staatlichen Investitionen in Wissenschaft, Technologie und Innovation auf tatsächliche wirtschaftliche Aktivitäten ist nicht überwältigend gewesen.“
Europa ist fest mit dem Begriff verheiratet, dass das Pumpen von Geld in Innovation der einzige Weg ist, wettbewerbsfähiger zu werden. Dies ist der zentrale Lehrsatz der Lissabon-Agenda, welcher auf der Akzeptanz beruht, dass Europa nicht über die Kosten mit Asien, Afrika und Südamerika konkurrieren kann, die darin immer günstiger sein werden, so dass die EU in Köpfe investiert.
Aber sogar das könnte laut Professor Colm Mc Carthy, Chefautor des Berichts und Dozent am University College in Dublin, nicht schlau sein. Irland und andere EU-Länder streben danach, die Anzahl der an ihren Universitäten vergebenen Doktortitel zu erhöhen. Die Grüne Insel möchte die Anzahl der Doktoranden (PhDs) verdoppeln, aber dies könnte auch nicht durch einen Beleg unterstützt sein.
Es gibt kein “eindeutiges wirtschaftliches Interesse” die Zahl der Doktorstudenten zu erhöhen, und McCarthy sagt, die Erzwingung einer höheren Zahl in Bildung auf der „vierten Ebene“ könnte zu Unterbeschäftigung führen. Es könnte sogar zu viel ausgebildete Leute dazu zwingen, zu emigrieren, fügt er hinzu.
“In der Tat schlagen manche empirische Belege vor, dass 20 Prozent der neuen Inhaber von Doktortiteln Beschäftigung in Übersee finden, und von denen, die in Irland bleiben, die meisten eine Beschäftigung eher auf dem öffentlichen als auf dem Privatsektor finden.“ In Kürze heißt dies, dass diese zusätzlichen Doktoranden nicht in Innovationen auf dem Privatsektor überführt werden – was das Endziel am Anfang sein sollte.
Der Bericht wirft Bedenken auf, dass Europas Überschwänglichkeit für die „wissensbasierte Wirtschaft“ die Entscheidungsträger dazu gebracht hat, politische Entscheidungen zu treffen, die nicht auf wissenschaftlichen Beweisen beruhen.
Teil der Begründung, die Zahl der Doktoranden zu verdoppeln ist, dass Indien und China Doktoranden in schwindelerregenden Zahlen ausspucken.
Dies sind auch die Bedenken, dass eine massive Explosion in der Anzahl der Spitzengruppe der Graduierten zu einer verminderten Qualität der Doktorandenausbildung führen wird, was den Wert der höheren Abschlüsse beschädigt. Die Rentabilität schwindet deshalb dahin.
Da Europa die Zukunft der Lissabon-Agenda für mehr Wachstum und Jobs diskutiert, stellt der irische Bericht in Frage, ob Investitionen bisher einen Ertrag erbracht haben.




