EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Click here for EU news »
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

KMUs spüren keine Vorteile aus grünem Stimulierungsplan [DE]

Veröffentlicht 06. November 2009 - Aktualisiert 23. Dezember 2011
DruckversionSend by email

Der europäische Plan zur Stimulierung der Wirtschaft hat kleinen Unternehmen im Bereich der Umwelttechnologie nur langsam geholfen, so Eurochambres, die Dachorganisation der Handelskammern in der EU.

Ben Butters, Leiter der Abteilung Europäische Angelegenheiten bei Eurochambres, sagte, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) klare Signale von politischen Entscheidungsträgern bräuchten, um Innovation in der europäischen Wirtschaft zu entfachen.

„Grüne Elemente des Stimulierungspakets sind noch nicht bei den KMUs vor Ort angekommen”, sagte er und fügte hinzu, dass kleine Firmen ein effektives Mittel sein können, um neue grüne Technologien an den Markt zu bringen.

„Innovative Kleinunternehmen sind Vorreiter, wenn es um umweltfreundliche Technologien geht. Sie könnten noch viel mehr machen, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden wäre“, so Butters.

EIT kann Brücke zwischen Industrie und Wissenschaft schlagen

Er forderte weniger Abstand zwischen Forschungsinstitutionen und der Industrie, um eine schnellere Markteinführung von neuen Technologien zu ermöglichen. Das vor kurzem gegründete Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) könnte eine Schlüsselrolle bei der Lösung dieses Problems einnehmen, sagte er.

„Das EIT hat das Potenzial, diese Kluft zu überwinden. Wir hoffen, dass der Verwaltungsrat den Fokus auf KMUs als eine Priorität beibehalten wird“, sagte Butters.

In seinem ersten Aufruf für Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KICs) betonte das EIT, dass die neuen Partnerschaften neue Möglichkeiten für KMUs schaffen und die Verbindungen zwischen Universitäten, Forschung und Unternehmen stärken würden.

Experten für Technologietransfer haben Kleinunternehmen als effizientes Mittel für die Markteinführung neuer Innovationen ausgemacht (EurActiv vom 17. April 2009). Eurochambres teilte diese Ansicht und hielt fest, dass KMUs sich schneller als etablierte Firmen bewegten, weil „sie durch ihre strafferen Entscheidungsstrukturen sehr schnell Risiken eingehen und Entscheidungen treffen können.“

Butters sagte, der öffentliche Sektor könne ein Beispiel für die Gesamtwirtschaft abgeben, indem er mit Initiativen in Bereichen wie das elektronische Beschaffungswesen voranschreitet. Er nannte Spanien als Beispiel für ein Land, wo der öffentliche und der private Sektor ihre Steuererklärungen auf elektronischem Wege einreichen und so Technologie in ihre täglichen Abläufe eingefügt hätten.

KMUs sollen grüne Technologie in neuen Märkten verkaufen

Schwellenländer werden laut Butters eine wesentliche Region für innovative europäische KMUs werden. Eurochambres führt in Indien ein Zentrum für Unternehmen und Technologie, das zum Teil von der EU finanziert wird und dessen Arbeit darin besteht, europäischen Firmen, die in umweltfreundlichen Technologien involviert sind, bei einer dortigen Markteinführung ihrer Produkte zu helfen.

„Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie die EU die europäische Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben kann”, sagte er.

Währenddessen stellen einige Handelskammern nun Berater ein, die Firmen auf allen Punkten der Innovationsskala dabei helfen können, ihren CO2-Ausstoß zu verringern.

„Diese können der erste Anlaufpunkt für Firmen werden, die Informationen über Energieeffizienz in ihrem eigenen Büro suchen”, sagte Butters.

Hintergrund : 

Der Plan zur Erholung der Wirtschaft beinhaltet eine Reihe grün angehauchter Maßnahmen, die die grüne Wirtschaft in Bereichen wie Elektroautos und energieeffizienten Gebäuden stimulieren soll. (EurActiv vom 27. November 2008).

Die EU-Exekutive hat betont, dass eingeführte Maßnahmen, die eine Neuaufstellung von großen Industriezweigen während der Wirtschaftskrise ermöglichen sollten, auch KMUs zugute kommen werden, die mit größeren Firmen wie etwa Zulieferern zusammenarbeiten (EurActiv vom 24. März 2009).

More in this section

Advertising