KMU-Lobbygruppen haben den EU Industriekommissar, Antonio Tajani, aufgefordert, Bürgschaften, die am Jahresende auslaufen sollten, zu verlängern, und streben die Fortsetzung von Förderungslinien zu Risikokapital an, die 2008 eingeführt wurden.
Die Maßnahmen, die Teil der auf die Krise folgenden vorübergehenden Lockerung der Regelungen zu Staatshilfen sind, zielten darauf ab, während der finsteren Zeiten der Krise für KMU wie ein heilendes Pflaster zu wirken.
Jedoch haben Wirtschaftsvereinigungen im Rahmen des ersten KMU-Finanzforums der EU in Brüssel gestern (28. September) gesagt, dass es kleine Unternehmen weiterhin schwieriger als vor der Krise finden würden, Finanzierungen zu erhalten.
Unternehmen, die sich um Bankkredite bewerben, müssen höheren Prämien und strengeren Schuldensicherheitsanforderungen begegnen, während innovative Start-ups weiterhin um die nötigen Finanzierungen kämpfen, um aus den Startlöchern zu kommen.
Die Industrie fordert eine bessere Nutzung der Strukturfonds, um Bürgschaften zu unterstützen, und mehr Aufmerksamkeit für „Mezzaninfinanzierung“ in der Unterstützung des Eigenkapitals der KMU.
Kommissar Tajani sagte, Unternehmen, die sich in Geldschwierigkeiten befinden, stünden zwei Probleme bevor – Zahlungsverzug und Zugang zu Krediten. Eine neue hochrangige Gruppe zu KMU-Finanzierung werde sich mit letzterem befassen, sagte er, und fügte hinzu, dass die Europaabgeordneten eine neu gestaltete Version der Richtlinie über Zahlungsverzug nächsten Monat in Straßburg annehmen würden.
Tajani sagte, die neuen Regelungen über Zahlungsverzug würden KMU helfen, die Verträge mit Organen des öffentlichen Sektors haben, indem sie Regierungen dazu zwinge, kleinen Unternehmen 180 Milliarden Euro an noch offenen Rechnungen zu zahlen. Die Europaabgeordneten haben den Kommissionsvorschlag auf Business-to-Business-Verträge ausgeweitet.
Das KMU-Forum schlug vor, dass Unternehmen, die sich in vorübergehenden Schwierigkeiten befinden, eine Gnadenfrist gegeben wird, während deren sie ihre Rückzahlungen verschieben dürfen. Dabei handelt es sich um eine Idee, die in Italien schon durchgeführt wird.
Die Benutzung von Kreditvermittlern – die in Frankreich, Belgien, Deutschland und Italien bereits existieren – wurde auch erwägt.




