Wachstum und Beschäftigung nehmen derzeit in Europa wieder zu – laut Kommissions-Vizepräsident Verheugen ein Zeichen dafür, dass „wir auf dem richtigen Weg sind. […] Unsere Strategie funktioniert. […] Nun müssen wir alles daran setzen, um die Strategie für Wachstum und Beschäftigung auf allen Ebenen – der europäischen wie der nationalen – umzusetzen“. Verheugens Aussagen kommen in Verbindung mit einem Bericht, der am 1. Dezember 2006 angenommen wurde.
Nichts desto trotz liegt die Produktivität in der EU weiterhin ungefähr 30% unter der Produktivitätsrate in den USA und vor allem in den neuen Mitgliedstaaten ist die Produktivität niedrig. Dennoch ist der Produktivitätszuwachs in einigen dieser Länder besonders hoch.
Der Bericht richtet sein Augenmerk vornehmlich auf einige Schlüsselbereiche, die für die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und das Erreichen der Lissabon-Ziele für Wachstum und Beschäftigung ausschlaggebend sind. Zu diesen gehören:
- Weitere Liberalisierungen im Energiesektor, in dem die Vorteile der Liberalisierung aufgrund des fehlenden Wettbewerbs und der hohen Marktsegmentierung noch nicht zum Tragen kommen;
- Mehr Unterstützung für Innovation, vor allem durch die Vereinfachung des Zugangs zu Risikokapitalinvestitionen;
- Die Förderung einer leitmarktorientierten Innovationspolitik, um Märkte, die bessere Chancen in einer globalisierten Wirtschaft haben, zu stärken;
- Die Verbesserung des Geschäftsklimas durch:
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- Bürokratieabbau: Eine 25%ige Reduzierung des Verwaltungsaufwandes für Unternehmen könnte das durchschnittliche EU-BIP um 1,5% erhöhen – die größten Zuwächse würden in stark regulierten Staaten wie Ungarn und der Slowakei verzeichnet werden;
- Geschäftsgründungen vereinfachen – es scheint eine positive Korrelation zwischen pro-Kopf-BIP und Aufwand bei Geschäftsgründungen zu geben. Ziel ist es, dass die Unternehmensgründung 2007 in allen Mitgliedstaaten in sieben Tagen möglich sein soll;
- Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen auf wachstumsstarke Industrien ausgerichtet sein, in denen die EU weiterhin wettbewerbsfähig ist. Zu diesen gehören Chemikalien, Arzneimittel, Informations- und Kommunikationstechnologie, Maschinen- und Fahrzeugbau. Im Gegensatz, soll die EU sich aus Branchen, in denen sie einen spürbaren Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu anderen Ländern hat – wie in der holzverarbeitenden Industrie, Textilien, Büromaschinen und Nachrichtentechnik – zurückziehen.




