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Chemische Innovation legt Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit [DE]

Veröffentlicht 22. April 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Innovation sei der Katalysator für Nachhaltigkeit im Chemiesektor Europas, sagte Gernot Klotz, Vorstandsvorsitzender der Forschungs- und Innovationsorganisation Cefic, EurActiv in einem umfangreichen Interview.

Er sagte, dass die Industrie auf die Bedürfnisse der Nachhaltigkeit reagiere, indem sie die Rohmaterialien anpasse, nachhaltige Produktentwicklungsmethoden und Technologien einführe, die dabei helfen Energie zu sparen.

Klotz sagte die Industrie arbeite über die SusChem Plattform daran, effizientere und flexiblere Produktprozesse zu entwickeln. 

F3-Factory, wie sie auch genannt werde, was für „future, fast, flexible“ (Zukunft, schnell, flexibel) stehe, sei „die Chemiefabrik der Zukunft. Sie wurde entworfen, folgenarm, effizient und flexibel zu sein und weniger Materialien zu benötigen“, sagte er.

In Anbetracht der Knappheit der Ressourcen, sei das Vorantreiben eines nachhaltigen Ansatzes für Chemieprodukte im geschäftlichen Sinne wichtig.

Dem geht voraus, dass die Chemieindustrie weiter mit der Implementierung der REACH Richtlinie kämpft, die große Last auf Unternehmen legt, welche beweisen müssen, dass ihre Produkte sicher sind, bevor sie sie auf den Markt bringen können. 

Außerdem folgt dies auch auf die Veröffentlichung eines Berichtes von der hochrangigen Expertengruppe für Chemieprodukte, die darauf abzielt, eine wettbewerbsfähige Zukunft für die Wirtschaft vorzubereiten (EurActiv vom 23. Februar 2009).  

Die Wettbewerbsfähigkeit Europas kann nicht nur allein auf Dienstleistungen basieren. Der Dienstleistungs- und der Herstellungssektor sollten Hand in Hand gehen. Innovation, oder die Verwandlung von guten Ideen in wettbewerbsfähige Lösungen für die Gesellschaft ist eine Investition, die nur wettbewerbsfähige Branchen einrichten können,“ sagte Klotz.

Klotz zufolge, werde der erleichterte Zugang zu öffentlicher Finanzierung, mehr Unternehmergeist und Risikoübernahme von öffentlichen Organen schaffen und der EU dabei helfen, ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung in nachhaltige Produkte und Technologien zu leiten. 

„Wir müssen das Dreieck der Nachhaltigkeit am Leben erhalten und dürfen nicht übersehen, dass es drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung gibt, die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Umwelt“, sagte er.

Über die Frage der Regulierung von Nanotechnologie glaubt er, dass die derzeitigen Rahmenrichtlinien ausreichend seien, um die Sicherheit von Nanomaterialien abzudecken. Er sagte, dass der Chemiesektor keine besondere Kennzeichnung von Nanomaterialien befürworte, da man nicht denke, dass dies für Verbraucher hilfreich sei. 

„Zu viele Kennzeichen würden sogar Verwirrung und ein Übermaß an Information zur Folge haben“, so Dr. Klotz.  Er warnte auch davor, alle Nanotechnologien bei der Garantie ihrer Sicherheit zusammenzuwerfen. Die Auswirkungen von Nanomaterialien in Autolacken, seien mit der Anwendung in der Medizin nicht zu vergleichen.

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