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Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, fordert Umweltminister Sigmar Gabriel einen Paradigmenwechsel in der Industriepolitik. In Sachen Energieeffizienz und Umwelttechnologien müsse Deutschland künftig international an der Spitze stehen.
Der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat auf einer Innovationskonferenz am 30. Oktober 2006 in Berlin sein Memorandum für einen Paradigmenwechsel in der deutschen Industriepolitik vorgestellt.
Der Sozialdemokrat thematisiert in dem Memorandum die Herausforderungen für Deutschlands globale Wettbewerbsfähigkeit im Kontext der Globalisierung und die wachsenden Konflikte um natürliche Ressourcen. Für Gabriel stehen sich als Alternativen ein „Weltkrieg um Wohlstand“ und ein ökonomisches und ökologisches Entwicklungsmodell, das globalisierbar ist, gegenüber.
Der deutsche Minister fordert eine intelligente Umweltpolitik, gestützt von Innovation. Der benötigte „Neue Fortschritt“ müsse auf einer Effizienzrevolution beruhen. „Die Märkte der Zukunft sind grün“, so Gabriel, der sich für große Investitionen in neue Technologien und eine ökologische Industriepolitik einsetzt.
Deutschland sei als Vorreiter bei der Entwicklung von Umwelttechnologien der Hauptlieferant für grüne Technologien weltweit, so Gabriel. Er schlägt die Einrichtung eines „grünen Industriekabinetts“ vor, um den Export dieser Technologien zu fördern.
Deutschland wird am 1. Januar 2007 die europäische Ratspräsidentschaft übernehmen. Die Förderung von Umwelttechnologien (im Rahmen von ETAP, dem Aktionsplan für Umwelttechnologie
) gehört zu den Hauptinstrumenten der EU, um ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Entwicklung zu schaffen.