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4. Dezember 2008
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EU holt USA im Bereich Innovationen langsamer ein [DE][en

Erschienen: Freitag 15. Februar 2008   

Während der Rückstand der EU zu den USA im Innovationsbereich zwischen 2003 und 2006 sich bedeutend verringert hatte, ist für 2007 nur eine ‚sehr bescheidene’ Annäherung zu verzeichnen gewesen. Grund dafür ist, dass in den USA High-Tech-Exporte und die öffentlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung weiterhin stark gestiegen sind.

Den USA ist es gelungen, ihre Führung vor der EU in elf von 15 Innovationsindikatoren aufrechtzuerhalten, einschließlich der Registrierungszahlen im Bereich der tertiären Bildung, den öffentlichen und privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie der Zahl registrierter Patente. Dies geht aus dem Europäischen Innovationsanzeiger (EISexternal ) 2007 hervor, der am 14. Februar 2008 veröffentlicht wurde.

Die Studie, die auf die Bewertung und den Vergleich der Innovationsleistungen von EU-Mitgliedstaaten abzielt, zeigt, dass auch Japan in diesen Bereichen weiterhin vor der EU liegt. Diese Feststellung versetzt dem EU-Ziel von Lissabonexternal , die innovativste und wettbewerbsfähigste, wissensbasierte Wirtschaft der Welt zu werden, einen Schlag.

Auch wenn die Union 15 Punkte hinter Japan und zehn Punkte hinter den USA zurück bleibt, liegen jedoch die drei innovativsten Länder der Union – Schweden, Finnland und Dänemark – vor den beiden Konkurrenten, während Deutschland und das Vereinigte Königreich einen Platz direkt vor den USA einnehmen.

Laut der Studie kann der Fortschritt, der im vergangenen Jahr für die EU festgestellt wurde, vor allem mit der zunehmenden Zahl von Absolventen der Naturwissenschaften und des Ingenieurswesens, mit der stärkeren Verwendung von Handelsmarken und gewerblichen Mustern sowie mit einer gesteigerten Beschäftigung im Sektor der mittel- und hochtechnologisierten Fertigungsindustrie erklärt werden. Die EU schließt auch die Kluft im Hinblick auf die Breitbandverbreitung, Frühphasenbeteiligungskapital sowie die Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologien.

Auf der anderen Seite bietet sich den EU-Ländern noch ausreichend Raum für Verbesserungen. Dies gilt vor allem für das Exportvolumen von High-Tech-Produkten und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sowie das, was die Studie als ‚Innovationseffizienz’ bezeichnet.

Der Bericht stellt fest, dass die meisten EU-Mitgliedstaaten, die im Bereich Innovationen führenden Staaten, wie Schweden und dem Vereinigten Königreich eingeschlossen, noch immer nicht Wissen in tatsächliche Ergebnisse zum geistigen Eigentum umsetzen können.

Der Kommissar für Unternehmen Günter Verheugen sagte: „Allerdings schließt die EU derzeit offensichtlich langsamer zu den USA auf, und vor allem bei den öffentlichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung klafft die Schere immer weiter auseinander. Daher müssen wir uns in Europa noch mehr anstrengen, wenn wir bei den Innovationsleistungen mit der Weltspitze mithalten wollen.“

Positiv ist die die Prognose der Studie, dass einige der neuen EU-Mitgliedstaaten, wie Tschechien, Estland und Litauen, in weniger als zehn Jahren den EU-Durchschnitt erreichen könnten.

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